Betroffen sind die Kernmarke Lufthansa und die Regionaltochter CityLine. Hintergrund sind festgefahrene Verhandlungen beim Manteltarifvertrag sowie ungelöste Konflikte rund um einen Sozialtarifvertrag bei CityLine.
Für Reisende ist das hochrelevant, weil nach den Piloten nun eine zweite große Mitarbeitergruppe im Konzern Druck aufbaut. Das heißt noch nicht, dass morgen wieder alles stillsteht. Aber es heißt: Das Streikrisiko bleibt real, und wer in den nächsten Tagen oder Wochen fliegt, sollte vorbereitet sein. Gerade bei Zubringern, Kurzstrecken und Umsteigeverbindungen über Frankfurt und München kann ein neuer Arbeitskampf schnell viele Reisepläne durcheinanderbringen.
Dieser aktuelle Artikel zeigt dir, was aktuell passiert, welche Flüge besonders anfällig sind und wie du deine Reise jetzt so planst, dass du bei neuen Streiks nicht in Panik umbuchen musst.
Was genau ist der aktuelle Stand?
Die Kabinengewerkschaft UFO hat nach eigenen Angaben eine Urabstimmung bei den Crews von Lufthansa und CityLine eingeleitet. Die Abstimmung läuft bis 27. März. Auslöser sind aus Sicht der Gewerkschaft festgefahrene Tarifgespräche bei Lufthansa und fehlende Fortschritte bei CityLine. Bei CityLine kommt hinzu, dass der Flugbetrieb laut Management perspektivisch eingestellt und durch andere Konzernstrukturen ersetzt werden soll, was den Konflikt zusätzlich verschärft.
Das ist besonders brisant, weil erst vor wenigen Tagen ein zweitägiger Pilotenstreik zu massiven Ausfällen im Lufthansa-System geführt hat. Laut Reuters konnten zwar noch viele Flüge durchgeführt werden, trotzdem wurden an den großen Hubs hunderte Flüge gestrichen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit und Lufthansa bewerteten die Auswirkungen unterschiedlich, aber unstrittig ist: Das System bleibt empfindlich.
Warum das für Passagiere so wichtig ist
Ein Streik des Kabinenpersonals wirkt anders als ein Pilotenstreik – aber für Reisende oft genauso stark. Denn ohne ausreichend Crew können Flüge nicht starten, Umläufe brechen weg und Umsteigeverbindungen reißen. Besonders problematisch wird das bei:
- Zubringerflügen nach Frankfurt und München
- Kurzstrecken innerhalb Deutschlands und Europas
- Tagesrandverbindungen am frühen Morgen oder späten Abend
- Reiseketten mit Anschluss, wenn ein erstes Segment wegfällt
Wenn du also nicht nur „Punkt zu Punkt“, sondern mit Umstieg reist, ist dein Risiko höher als bei einem stabilen Direktflug. Das gilt besonders für Verbindungen, bei denen du nur knapp umsteigen würdest.
Heißt Urabstimmung automatisch Streik?
Nein. Eine Urabstimmung ist noch kein Streik. Sie ist aber die letzte große organisatorische Hürde vor möglichen Arbeitskampfmaßnahmen. Wenn die Zustimmung hoch ausfällt, steigt der Druck auf das Unternehmen – und neue Warnstreiks oder längere Arbeitskämpfe werden wahrscheinlicher. Genau deshalb ist jetzt der richtige Moment, um einen Plan B vorzubereiten.
Welche Flüge sind jetzt am stärksten gefährdet?
Niemand kann heute mit Sicherheit sagen, welche konkreten Flugnummern in einer möglichen Streikwelle betroffen wären. Trotzdem gibt es typische Muster:
1. Zubringer zu den Hubs
Wenn du von kleineren oder mittleren deutschen Airports nach Frankfurt oder München fliegst, um dort auf Langstrecke umzusteigen, bist du besonders anfällig. Fällt der Zubringer aus, ist oft die ganze Reise gefährdet.
2. Ferien- und Wochenendverkehr
Routen, die stark von Urlaubsreisenden genutzt werden, sind bei Umbuchungswellen schnell überlastet. Dann werden Alternativen sofort teurer oder sind gar nicht mehr verfügbar.
3. CityLine-nahe Verbindungen
Weil CityLine explizit Teil des Konflikts ist, sind genau diese Feederrouten besonders sensibel. Das betrifft vor allem Regional- und Umsteigerlogik im Lufthansa-Netz.
Was du jetzt tun solltest – bevor wirklich gestreikt wird
Hier ist die wichtigste Regel:
Nicht erst reagieren, wenn dein Flug rot markiert ist.
Wer wartet, bis die erste große Stornowelle kommt, sucht zusammen mit tausenden anderen gleichzeitig nach Ersatz.
Schritt 1: Flugstatus und Benachrichtigungen sauber einrichten
- Airline-App installieren
- Push-Mitteilungen aktivieren
- E-Mail und SMS prüfen
- Buchungsnummer griffbereit halten
Schritt 2: Nicht vorschnell selbst stornieren
Wenn die Airline später annulliert, hast du meist bessere Rechte als bei einem freiwilligen Storno. Gerade bei günstigen Tarifen kann „selbst stornieren“ bedeuten, dass du viel Geld verlierst.
Schritt 3: Erstattung oder Umbuchung bewusst denken
Wenn dein Flug später tatsächlich gestrichen wird, kannst du in der Regel zwischen Erstattung und Umbuchung wählen. Schon jetzt solltest du wissen, was für dich wichtiger ist:
- möglichst schnell ans Ziel
- oder lieber Geld zurück und neu planen
McFlight-Plan-B: So findest du jetzt schon robuste Alternativen
Wenn Lufthansa wieder streikt, zählt vor allem Geschwindigkeit. Auf McFlight.de kannst du schon jetzt einen belastbaren Plan B vorbereiten.
So suchst du richtig:
- Strecke eingeben
- Flexdaten ±1–2 Tage aktivieren
- Umliegende Airports aktivieren
- Nach frühester Ankunft oder kürzester Reisezeit sortieren
- Sehr knappe Umstiege vermeiden
Nearby-Airport-Logik, die jetzt besonders wichtig ist
Je nach Region kann es sinnvoll sein, diese Ausweich-Airports mitzudenken:
- NRW: DUS / CGN / DTM
- Nord: HAM / BRE / HAJ
- Süd: MUC / STR / NUE
- Ost: BER / LEJ / DRS
Wenn du zum Beispiel normalerweise nur ab FRA fliegst, kann in einer Streikphase ein anderer Startpunkt plötzlich die stabilere Option sein.
Direktflug oder Umstieg?
In einer möglichen Streiklage gilt noch stärker als sonst:
- Direktflug schlägt Umstieg, wenn du es dir aussuchen kannst.
- Wenn Umstieg nötig ist, plane mehr Puffer als sonst.
- Ein etwas teurerer, aber robuster Flug ist oft der bessere Deal als die „billige“ Verbindung mit 55 Minuten Umstieg.
Was bei Pauschalreisen anders ist
Wenn dein Lufthansa-Flug Teil einer Pauschalreise ist, ist der Reiseveranstalter dein erster Ansprechpartner. Der kann dir im Fall von Annullierungen oft eine Lösung aus Paket und Flug anbieten. Wenn du dagegen nur ein Einzelticket hast, läuft alles über die Airline selbst.
Fazit: Noch ist nicht gestreikt – aber jetzt ist die beste Zeit für Vorbereitung
Lufthansa steht nach dem Pilotenstreik schon wieder unter Druck. Jetzt stimmt auch das Kabinenpersonal bei Lufthansa und CityLine über mögliche Arbeitskämpfe ab. Das Ergebnis steht noch aus, aber das Streikrisiko bleibt bis mindestens Ende März ein reales Thema.
Für McFlight-Leser heißt das ganz praktisch:
- Nicht in Panik verfallen
- Nicht vorschnell selbst stornieren
- Aber jetzt schon einen Plan B sichern
Wenn du deine Reise clever absichern willst, suche auf McFlight.de mit Flexdaten und Nearby Airports – und speichere dir zwei Alternativen: eine schnelle und eine robuste. So bist du vorbereitet, bevor die nächste Stornowelle startet.
FAQ: Lufthansa-Streikrisiko bei Kabinenpersonal & CityLine
Ist Lufthansa aktuell schon wieder im Streik?
Noch nicht zwingend. Aktuell läuft eine Urabstimmung des Kabinenpersonals bei Lufthansa und CityLine. Das ist noch kein Streik, erhöht aber das Risiko für Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Tagen und Wochen.
Bis wann läuft die Urabstimmung?
Die Abstimmung des Kabinenpersonals läuft nach aktuellem Stand bis zum 27. März 2026.
Welche Lufthansa-Flüge könnten besonders betroffen sein?
Vor allem:
- Zubringer nach Frankfurt und München
- innerdeutsche und europäische Kurzstrecken
- Flüge mit knappen Anschlüssen
- Verbindungen, die stark von CityLine oder Lufthansa-Feedern abhängen
Sind Langstrecken auch gefährdet?
Ja, aber oft indirekt. Viele Langstrecken können zwar grundsätzlich stattfinden, doch wenn der Zubringer ausfällt, reißt die komplette Reisekette.
Soll ich meinen Flug jetzt vorsorglich stornieren?
Meist nicht. Wenn die Airline später annulliert, hast du in der Regel bessere Optionen bei Umbuchung oder Erstattung, als wenn du selbst voreilig stornierst.
Was steht mir zu, wenn mein Lufthansa-Flug später ausfällt?
Typischerweise:
- Erstattung des Ticketpreises oder
- Umbuchung/Ersatzbeförderung
Je nach Situation können zusätzlich Betreuungsleistungen wie Verpflegung oder Hotel relevant werden.
Gibt es bei einem Lufthansa-Streik eine Entschädigung?
Das kann möglich sein, hängt aber vom konkreten Streiktyp und den Umständen ab. Bei internen Streiks der Airline sind die Chancen grundsätzlich besser als bei externen Flughafen- oder Flugsicherungsstreiks.
Wie kann ich mich jetzt am besten absichern?
- Airline-App und Benachrichtigungen aktivieren
- Flugstatus regelmäßig prüfen
- Nearby Airports mitdenken
- Alternativen auf McFlight vorbereiten, bevor du sie wirklich brauchst
Welche Ausweichflughäfen sollte ich prüfen?
Das hängt von deiner Region ab. Häufig sinnvoll sind:
- NRW: DUS / CGN / DTM
- Nord: HAM / BRE / HAJ
- Süd: MUC / STR / NUE
- Ost: BER / LEJ / DRS
Wie finde ich auf McFlight schnell einen Plan B?
Suche deine Strecke mit:
- Flexdaten ±1–2 Tage
- Nearby Airports
- Sortierung nach frühester Ankunft oder kürzester Reisezeit
Speichere dir am besten eine schnelle und eine robuste Alternative.
Ist ein Direktflug jetzt besser als eine Umsteigeverbindung?
Ja, in einer potenziellen Streikphase ist ein Direktflug fast immer stabiler. Wenn du umsteigen musst, solltest du mehr Puffer einplanen als sonst.
Was gilt bei Pauschalreisen?
Wenn dein Lufthansa-Flug Teil einer Pauschalreise ist, ist zuerst der Reiseveranstalter dein Ansprechpartner – nicht die Airline.



