Die Tarifverhandlungen sind nach Angaben der Gewerkschaft gescheitert, eine Entscheidung aus der Abstimmung wird in den nächsten Tagen erwartet.
Wichtig: Eine Abstimmung ist noch kein Streik. Aber sie ist das Signal: Die Streikgefahr steigt, und damit auch das Risiko für kurzfristige Flugausfälle oder massive Umbuchungswellen – gerade bei Verbindungen, die CityLine für die Lufthansa Group im Regional- und Zubringerverkehr fliegt.
In diesem McFlight-Guide bekommst du:
- was bei CityLine gerade passiert (ohne Juristendeutsch),
- welche Flüge typischerweise gefährdet sind,
- was du als Passagier jetzt tun kannst,
- und wie du über McFlight blitzschnell einen Plan B findest, bevor alle gleichzeitig suchen.
1) Was ist der aktuelle Stand?
- Die Verhandlungen zwischen der Pilotengewerkschaft (Vereinigung Cockpit) und der Arbeitgeberseite sind festgefahren.
- Die Gewerkschaft hat eine Urabstimmung beantragt – sie soll noch in dieser Woche laufen.
- Im Raum steht ein Vergütungspaket: gefordert werden u. a. stufenweise Anpassungen der Vergütungstabellen (u. a. für die Jahre 2024–2026, teilweise rückwirkend).
- Parallel bleibt das Umfeld ohnehin angespannt: Bei Lufthansa gab es zuletzt bereits Arbeitskämpfe in anderen Bereichen.
Für dich zählt daraus vor allem: Es kann kurzfristig sehr schnell gehen. Streikankündigungen kommen manchmal mit kurzer Vorlaufzeit.
2) Warum CityLine für viele Reisende so relevant ist
Lufthansa CityLine ist (bzw. war) im Lufthansa-System ein wichtiger Baustein für:
- Zubringerflüge zu den großen Drehkreuzen (z. B. Flughafen Frankfurt und Flughafen München),
- innerdeutsche und europäische Kurzstrecken, die häufig für Umstiege genutzt werden,
- teils auch operative „Puffer“-Flüge, die das Netz stabilisieren.
Wenn dort etwas ausfällt, betrifft das nicht nur „CityLine-Flüge“ als einzelne Verbindung, sondern kann:
- Anschlüsse zerreißen (Dominoeffekt),
- Umbuchungsschlangen erzeugen,
- und die Verfügbarkeit von Alternativen schnell verknappen.
3) Welche Flüge könnten besonders betroffen sein?
Ohne in Flugnummern-Listen zu rutschen (die sich kurzfristig ändern können), gilt als Faustregel:
Höheres Risiko haben oft:
- Zubringer zu FRA/MUC, weil dort viele Umsteiger dranhängen
- Frühwellen (morgens) und Abendwellen (letzte Verbindungen), weil sie netzlogistisch kritisch sind
- Kurzstrecken, die als „Feeder“ in das Langstreckennetz dienen (wer Langstrecke gebucht hat, hängt am Zubringer)
Indirekt betroffen sein können:
- Langstreckenpassagiere, deren Zubringer wegfällt
- Reisende mit separaten Tickets (z. B. selbst gebastelte Umstiege)
- Familien, die auf bestimmte Zeiten angewiesen sind
Merksatz: Wenn du umsteigst, ist das Risiko höher als bei einem Direktflug – nicht weil Direktflüge nicht ausfallen können, sondern weil du mehr „Sollbruchstellen“ in der Reise hast.
4) Was du jetzt tun solltest (die 7-Schritte-Strategie)
1) Nicht warten – Status checken & Push aktivieren
Aktiviere Benachrichtigungen in der Airline-App und kontrolliere Buchung/Mails regelmäßig. Bei Streiks ist Geschwindigkeit ein Vorteil.
2) Direktflug, wenn möglich (oder wenigstens robuster Umstieg)
Wenn du noch nicht gebucht hast oder umbuchen kannst: Weniger Segmente = weniger Risiko.
3) Umsteigezeiten größer wählen
Wenn du Anschlussflüge hast: Knapp geplante Umstiege sind in Streikphasen die erste Sollbruchstelle. Lieber „entspannt“ als „Sprint“.
4) Separate Tickets? Sofort einen Plan B bauen
Wenn du zwei einzelne Buchungen kombiniert hast, bist du im Störfall weniger geschützt. Prüfe Alternativen frühzeitig.
5) Alternative Airports mitdenken
Gerade in Deutschland kann ein anderer Abflughafen den Tag retten:
6) Bahn als Zubringer prüfen (wenn du Zeit hast)
Wenn dein Zubringer zu FRA/MUC wackelt, kann die Bahn (je nach Strecke und Zeitfenster) als Backup helfen – vor allem bei innerdeutschen Segmenten.
7) Dokumentiere alles (falls es kracht)
Boardingpässe, Umbuchungsangebote, Mails – das erleichtert spätere Ansprüche und Erstattungswege.
5) McFlight-Shortcut: In 2 Minuten zum Plan B (bevor alle suchen)
Wenn Streikgefahr steigt, passiert immer dasselbe: Alle suchen gleichzeitig Ersatz – und dann werden die guten Optionen schnell rar. So gehst du auf McFlight.de vor:
Schritt 1: Suche nicht nur deinen einen Abflughafen
Aktiviere Nearby Airports. Der Deal (und die Verfügbarkeit) liegt oft „nebenan“.
Schritt 2: Flexdaten nutzen (±1–2 Tage)
In Streiklagen kann ein Tag Unterschied alles lösen: mehr Plätze, bessere Zeiten, weniger Chaos.
Schritt 3: Sortiere nach „frühester Ankunft“ oder „kürzeste Reisezeit“
Nicht nur nach Preis. In Störungslagen gewinnt, wer zuerst ankommt und wenige Sollbruchstellen hat.
Schritt 4: Zwei Optionen speichern
- Option Schnell: früheste Ankunft, wenige Segmente
- Option Robust: längerer Umstieg/Puffer, falls die erste Option voll wird
McFlight Tipp: Wenn du CityLine-Risiko im Spiel hast: Jetzt auf McFlight.de Route suchen, Nearby Airports aktivieren, nach Reisezeit/Ankunft sortieren und deinen Plan B sichern.
6) Sollte ich jetzt sofort umbuchen oder abwarten?
Das hängt davon ab, wie „kritisch“ dein Trip ist:
Sofort aktiv werden, wenn…
- du einen festen Termin hast (Hochzeit, Kreuzfahrt, Messe, OP-Termin, wichtiger Business-Slot)
- du knapp umsteigst
- du mit Familie reist und Alternativen brauchst, die zusammen funktionieren
Ruhig bleiben, aber vorbereitet sein, wenn…
- dein Reisezeitraum flexibel ist
- du im Notfall einen Tag später fliegen kannst
- du eine Direktverbindung ohne Anschluss hast
Pragmatischer Tipp: Nicht hektisch alles umbuchen – aber einen Plan B vorher raus suchen und speichern. Das ist die beste Mischung aus Ruhe und Kontrolle.
7) Kontext: CityLine & Umbau in der Lufthansa Group (warum das Thema zusätzlich sensibel ist)
Unabhängig von der aktuellen Tarifrunde gibt es im Lufthansa-Umfeld seit längerem strukturelle Veränderungen (z. B. Verlagerungen im Kurzstreckenbereich). Solche Umbrüche erhöhen oft die Sensibilität in Tarifkonflikten – und damit die Wahrscheinlichkeit, dass Verhandlungen härter geführt werden. Für Passagiere heißt das: 2026 kann es bei Lufthansa-Kurzstrecken weiterhin Phasen geben, in denen man etwas mehr „Resilienz“ in die Reiseplanung einbaut.
McFlight Fazit: Noch kein Streik – aber jetzt ist die Zeit, schlau zu planen
Die Urabstimmung bei Lufthansa CityLine ist ein klares Warnsignal: Streik ist möglich, und kurzfristige Störungen sind nicht ausgeschlossen. Wer heute nur einen Flugplan im Kopf hat, riskiert Stress. Wer heute einen Plan B baut, reist entspannter – und spart im Ernstfall oft Zeit und Geld.
McFlight-Tipp zum Mitnehmen:
Bei Streikgefahr immer „Nearby Airports + Flexdaten + Sortierung nach Ankunft/Reisezeit“. Das ist die schnellste Methode, um aus Chaos wieder Kontrolle zu machen.



