Die gute Nachricht zuerst: Ja, an einigen Flughäfen darfst du 2026 wieder deutlich mehr Flüssigkeiten im Handgepäck mitnehmen – dank neuer CT-Scanner (3D-Scanner). Die weniger gute Nachricht: Es ist (noch) ein Flickenteppich. Je nach Airport, Terminal – und manchmal sogar je nach Kontrollspur – gelten unterschiedliche Regeln.
Damit du nicht erst an der Security erfährst, dass deine Wasserflasche doch nicht durch darf, kommt hier der praktische Überblick für McFlight-Reisende.
Stand: 05.01.2026
Wichtig: Es gibt 2 verschiedene „Regel-Änderungen“
Viele werfen beides durcheinander – dabei sind das zwei getrennte Themen:
- Wie groß dürfen Flüssigkeitsbehälter sein?
- klassisch: max. 100 ml pro Behälter (im 1-Liter-Beutel)
- neu an manchen Airports: bis zu 2 Liter pro Behälter
- Muss ich Flüssigkeiten & Elektronik aus dem Rucksack auspacken?
- klassisch: oft rausnehmen + Zip-Beutel separat
- neu mit CT-Scanner: häufig alles im Gepäck lassen (auch wenn 100 ml weiterhin gilt)
Merke: „Nicht mehr auspacken“ heißt nicht automatisch „mehr als 100 ml erlaubt“.
Was zählt als „Flüssigkeit“ im Handgepäck?
Nicht nur Wasser: Auch Gel, Creme, Paste, Spray – also z. B. Deo, Zahnpasta, Sonnencreme, Mascara, Haargel, Marmelade.
Der McFlight-Überblick: Wo gilt 2 Liter – wo bleibt 100 ml?
Deutschland (D): meistens noch „100 ml sicher“ – Ausnahmen je nach Spur
- Frankfurt (FRA): weiterhin 100 ml pro Behälter (und grundsätzlich die bekannte Regel mit Beutel).
- Berlin (BER): an einigen Kontrollen sind CT-Scanner im Einsatz, dort können bis zu 2 Liter möglich sein – aber: Du kannst vorher nicht sicher wissen, durch welche Spur du gehst. Deshalb bleibt die 100-ml-Packweise die stressfreieste Option.
- München (MUC): CT-Scanner sind im Einsatz – Flüssigkeiten und Elektronik können oft im Gepäck bleiben, die Mengenregel wird aber weiterhin konservativ mit 100 ml kommuniziert.
Praxis-Tipp für D: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst: 100 ml / 1-Liter-Beutel packen – selbst wenn du hoffst, eine CT-Spur zu erwischen.
Österreich (A): Umstellung läuft – aktuell noch 100 ml
- Wien (VIE): offiziell weiterhin 100 ml pro Behälter (1-Liter-Beutel). Gleichzeitig ist kommuniziert, dass die Umrüstung schrittweise erfolgt – im Laufe von 2026 kann sich das je nach Bereich ändern.
Schweiz (CH): Zürich startet – aber noch nicht überall
- Zürich (ZRH): neue CT-Scanner sind in Betrieb; bis zu 2 Liter pro Behälter sind technisch möglich an den neuen Geräten. Gleichzeitig gilt bis zur vollständigen Umrüstung praktisch: Regeln können innerhalb des Flughafens variieren.
ZRH-Merke: Wenn du nicht sicher weißt, ob du an einer CT-Lane bist: lieber trotzdem 100 ml vorbereiten – dann bist du überall safe.
Europa-Beispiele, wo „2 Liter“ bereits klar kommuniziert sind
Hier ein paar Airports, die konkret (und teils terminalgenau) auf „bis zu 2 Liter“ umgestellt haben:
- Rom Fiumicino (FCO): bis zu 2 Liter pro Behälter möglich.
- Mailand Linate (LIN) & Mailand Malpensa T1 (MXP T1): bis zu 2 Liter möglich.
Achtung: Malpensa T2 bleibt bei 100 ml. - Edinburgh (EDI): bis zu 2 Liter pro Behälter möglich.
- Birmingham (BHX): bis zu 2 Liter pro Behälter möglich.
Und damit du den Kontrast siehst:
- London Heathrow (LHR): weiterhin klar 100 ml (klassische Regel).
30-Sekunden-Check vor Abflug (die beste Anti-Stress-Routine)
Weil sich Regeln ändern können (und oft terminalabhängig sind), mach vor dem Packen kurz diesen Mini-Check:
- Google: „[Airport] security liquids hand luggage“
- Schau auf die Airport-Website (nicht Social Media).
- Achte auf drei Wörter: „2 litres / 2 liters“, „100 ml“, „plastic bag“.
- Bei Umstieg: Regeln gelten beim Abflug-Airport und ggf. beim Transfer-Security am Hub.
Was ist mit Medikamenten, Babyfood & Spezialnahrung?
Diese Ausnahmen gibt es weiterhin an praktisch allen Airports:
- Flüssige Medikamente (auch über 100 ml) sind meist erlaubt, häufig mit Nachweis/Etikett/Rezept.
- Babynahrung und benötigte Spezialnahrung sind ebenfalls meist ausgenommen.
Tipp: Alles griffbereit packen, damit du bei Nachfrage schnell zeigen kannst, wofür es ist.
McFlight-Tipp: So vermeidest du Ärger (auch wenn dein Airport „2 Liter“ kann)
- Packe Rückflug-ready. Viele Reisende scheitern nicht beim Hinflug, sondern beim Rückflug vom Airport, der noch bei 100 ml ist.
- Terminal beachten. Mailand ist das perfekte Beispiel: T1 ≠ T2.
- Nicht auf „Hörensagen“ verlassen. Einzelne Lanes oder kurzfristige Umstellungen führen sonst zu unnötigem Wegwerfen.
Du willst Stress vermeiden? Vergleiche auf McFlight.de auch alternative Abflughäfen – manchmal ist der entspanntere Security-Prozess der heimliche Deal.
McFlight FAQ
Fällt die 100-ml-Regel 2026 überall?
Nein. An manchen Airports/Terminals gilt sie weiterhin, andernorts sind bis zu 2 Liter möglich.
Heißt CT-Scanner automatisch: 2 Liter erlaubt?
Nein. Oft bedeutet CT nur: nichts mehr auspacken – die 100-ml-Grenze kann trotzdem gelten.
Warum unterscheiden sich die Regeln sogar im selben Airport?
Weil CT-Scanner schrittweise ausgerollt werden und nicht jede Kontrollspur/ jedes Terminal gleichzeitig umgestellt ist.
Was gilt bei Umstieg?
Entscheidend ist, wo du durch die Sicherheitskontrolle gehst (Abflug und ggf. Transfer-Security am Hub).
