Dadurch wird weniger Kerosin an Deutschlands größtem Luftfahrtdrehkreuz benötigt.
Für Reisende klingt die Nachricht zunächst beunruhigend: Werden Flüge gestrichen? Müssen Flugzeuge mit weniger Gepäck starten? Werden Lufthansa-Tickets jetzt teurer?
Die wichtigste Nachricht zuerst: Nach aktuellem Stand sind wegen der eingeschränkten Kerosinversorgung keine Flugstreichungen angekündigt. Auch die Betriebsfähigkeit des Flughafens Frankfurt ist derzeit nicht grundsätzlich gefährdet.
Trotzdem ist die Entwicklung interessant. Denn der lokale Versorgungsengpass trifft auf einen ohnehin angespannten Kerosinmarkt und hohe Treibstoffkosten bei den Airlines.
Für McFlight-Reisende bedeutet das deshalb vor allem: nicht vorschnell umbuchen, den eigenen Flugstatus beobachten und bei neuen Buchungen weiterhin Preise und Verbindungen vergleichen.
Wer über Deutschlands größtes Drehkreuz fliegt, findet zusätzliche Informationen zu Terminals, Anreise, Parken und Umsteigen in unserem ausführlichen Flughafen-Frankfurt-Guide.
Das Wichtigste zum Kerosin-Engpass in Frankfurt
Gibt es derzeit Probleme bei der Kerosinversorgung am Flughafen Frankfurt?
Ja. Die Versorgungskapazitäten sind aktuell eingeschränkt. Ein wichtiger Grund sind Wartungsarbeiten an einer Pipeline, über die der Flughafen mit Flugkraftstoff versorgt wird.
Fallen deshalb Flüge aus?
Nach aktuellem Stand nein. Lufthansa hat Vorsorgemaßnahmen ergriffen und rechnet derzeit nicht mit Flugstreichungen wegen der Kerosinversorgung.
Was macht Lufthansa dagegen?
Auf ausgewählten Flügen wird sogenanntes Tankering eingesetzt. Flugzeuge nehmen bereits am vorherigen Flughafen zusätzlichen Treibstoff auf und benötigen dadurch nach ihrer Landung in Frankfurt weniger neues Kerosin.
Weitere Informationen zum größten deutschen Netzwerkcarrier finden Sie in unserem McFlight-Airline-Guide zur Lufthansa.
Werden Flüge jetzt teurer?
Der lokale Engpass bedeutet nicht automatisch höhere Ticketpreise. Hohe allgemeine Treibstoffkosten erhöhen jedoch den wirtschaftlichen Druck auf Airlines.
Mehr zum grundsätzlichen Zusammenhang lesen Sie in unserem Beitrag Lufthansa trotzt dem Kerosin-Schock: Müssen Lufthansa-Flüge jetzt teurer werden?.
Muss ich bei einem bereits gebuchten Frankfurt-Flug etwas unternehmen?
Nein, solange Sie keine Änderungsmitteilung erhalten. Prüfen Sie vor der Abreise wie gewohnt Ihren Flugstatus, das Terminal und die Check-in-Zeiten.
Wer derzeit eine neue Reise plant, kann direkt über die McFlight-Flugsuche verschiedene Flugangebote vergleichen.
Was ist am Flughafen Frankfurt passiert?
Der Flughafen Frankfurt wird über verschiedene Transportwege mit Flugkraftstoff versorgt. Eine wichtige Rolle spielen dabei Pipeline-Verbindungen.
Aktuell stehen wegen geplanter Wartungsarbeiten zeitweise geringere Versorgungskapazitäten zur Verfügung.
Zusätzlich kann die Versorgung über Wasserwege schwieriger werden, wenn Tankschiffe beispielsweise aufgrund niedriger Wasserstände nicht ihre maximale Ladung transportieren können.
Wichtig ist jedoch die Einordnung: Es handelt sich derzeit nicht um einen vollständigen Ausfall der Kerosinversorgung.
Der Flughafen verfügt über alternative Versorgungswege und Tanklager. Die Wartungsarbeiten waren zudem geplant und konnten in die Betriebsplanung einbezogen werden.
Die Situation lässt sich deshalb eher als vorübergehender logistischer Engpass beschreiben als als drohender Stillstand des Flughafens.
Wer in den kommenden Wochen ab Frankfurt reist, sollte deshalb vor allem die normalen Reisevorbereitungen berücksichtigen. Informationen zu Terminals und Orientierung finden Sie im McFlight-Flughafenguide für Frankfurt (FRA).
Lufthansa reagiert mit Tankering – was bedeutet das?
Lufthansa versucht, den Kerosinbedarf in Frankfurt zu reduzieren, indem ausgewählte Flugzeuge bereits am vorherigen Flughafen zusätzlichen Treibstoff aufnehmen.
Dieses Verfahren wird in der Luftfahrt als Tankering bezeichnet.
Ein vereinfachtes Beispiel:
Ein Lufthansa-Flug startet von Madrid nach Frankfurt. Normalerweise nimmt das Flugzeug ausreichend Kerosin für diese Strecke sowie die notwendigen Reserven mit. Nach der Landung wird es in Frankfurt für seinen nächsten Einsatz erneut betankt.
Beim Tankering kann bereits in Madrid zusätzliches Kerosin mitgenommen werden.
Das Flugzeug landet dadurch mit einer größeren Restmenge in Frankfurt und benötigt anschließend weniger Treibstoff aus den dortigen Vorräten.
Für Passagiere läuft dieser Vorgang weitgehend unsichtbar im Hintergrund ab.
Wer regelmäßig mit Lufthansa reist oder einen Flug mit der Airline plant, findet weitere Informationen zu Streckennetz und Fluggesellschaft auf unserer Seite Lufthansa – Airline-Informationen bei McFlight.
Warum setzt Lufthansa Tankering ein?
Das Ziel ist einfach: Die vorhandenen Kerosinbestände und Versorgungskapazitäten in Frankfurt sollen entlastet werden.
Wenn viele Flugzeuge jeweils einen Teil des benötigten Treibstoffs bereits von einem anderen Flughafen mitbringen, muss am Frankfurter Drehkreuz insgesamt weniger Kerosin ausgegeben werden.
Dadurch kann die Airline versuchen, den normalen Flugplan trotz eingeschränkter Versorgungskapazitäten aufrechtzuerhalten.
Für Reisende ist das eine wichtige Nachricht.
Denn das Tankering soll gerade verhindern, dass aus einer logistischen Einschränkung größere Probleme für den Flugbetrieb entstehen.
Betrifft das Tankering Kurzstrecken oder auch Langstrecken?
Die Maßnahmen betreffen ausgewählte Flüge.
Vor allem auf Kurz- und Mittelstrecken kann Tankering vergleichsweise einfach eingesetzt werden, weil sich der zusätzliche Treibstoffbedarf gut kalkulieren lässt.
Je nach Flugplanung kann das Verfahren aber auch auf längeren Verbindungen eine Rolle spielen.
Eine vollständige öffentliche Liste aller betroffenen Flugnummern gibt es nicht.
Für Reisende ist das zunächst auch nicht entscheidend.
Solange Ihr Flug regulär durchgeführt wird, verändert Tankering Ihre Buchung nicht.
Sie müssen wegen der zusätzlichen Treibstoffmenge am vorherigen Flughafen weder früher einchecken noch andere Formalitäten beachten.
Gerade Frankfurt bietet zahlreiche Fernverbindungen. Wer beispielsweise eine Asienreise plant, kann auf McFlight Flüge von Frankfurt nach Bangkok vergleichen.
Warum werden Flugzeuge nicht einfach komplett vollgetankt?
Mehr Kerosin bedeutet mehr Gewicht.
Ein schwereres Flugzeug benötigt wiederum mehr Treibstoff, um dieses zusätzliche Gewicht zu transportieren.
Tankering ist deshalb nicht kostenlos.
Airlines berechnen sehr genau, auf welchen Strecken zusätzlich mitgeführter Kraftstoff sinnvoll ist und welche Menge benötigt wird.
Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Flugzeugtyp
- Streckenlänge
- Wetterbedingungen
- Beladung
- Treibstoffpreise am jeweiligen Flughafen
- zulässiges Startgewicht
- erforderliche Sicherheitsreserven
Tankering ist deshalb kein dauerhaftes Geschäftsmodell, sondern vor allem eine Möglichkeit, besondere Versorgungssituationen zu überbrücken.
Drohen jetzt Flugausfälle am Flughafen Frankfurt?
Nach aktuellem Stand gibt es dafür keinen Hinweis.
Lufthansa möchte mit den eingeleiteten Maßnahmen einen stabilen Flugbetrieb sicherstellen.
Auch die derzeitige Situation am Flughafen deutet nicht darauf hin, dass Frankfurt wegen fehlenden Kerosins großflächig stillstehen könnte.
Das ist eine wichtige Abgrenzung.
Ein Kerosin-Engpass ist nicht automatisch ein Kerosin-Ausfall.
Natürlich können sich operative Situationen verändern. Reisende sollten deshalb grundsätzlich vor der Abfahrt zum Flughafen den Status ihrer Verbindung prüfen.
Allein aufgrund der aktuellen Kerosinmeldung gibt es jedoch keinen Grund, einen bestätigten Frankfurt-Flug vorsorglich zu stornieren.
Werden Lufthansa-Flüge jetzt teurer?
Hier müssen zwei Entwicklungen voneinander getrennt werden.
Der lokale Frankfurt-Engpass
Der aktuelle Versorgungsengpass bedeutet nicht automatisch höhere Flugpreise.
Airlines kalkulieren ihre Tarife nicht so, dass jeder kurzfristige zusätzliche Betriebsaufwand sofort auf jedes verkaufte Ticket aufgeschlagen wird.
Wer seinen Flug bereits gebucht und bezahlt hat, muss deshalb nicht befürchten, plötzlich wegen der Frankfurter Versorgungssituation einen zusätzlichen Kerosinzuschlag zahlen zu müssen.
Die allgemeinen Treibstoffkosten
Das größere wirtschaftliche Thema sind die allgemeinen Kerosinpreise.
Treibstoff gehört zu den wichtigsten Kostenfaktoren einer Fluggesellschaft.
Steigen diese Kosten über längere Zeit deutlich, versuchen Airlines sie auf unterschiedliche Weise auszugleichen.
Mögliche Reaktionen können sein:
- höhere Durchschnittserlöse
- weniger besonders günstige Tarifklassen
- Veränderungen bei Flugfrequenzen
- Einsatz effizienterer Flugzeuge
- Anpassungen im Streckennetz
- Kostensenkungen in anderen Bereichen
Das bedeutet trotzdem nicht:
Hoher Kerosinpreis = jeder Flug wird automatisch teurer.
Eine ausführliche Analyse finden Sie in unserem Beitrag Müssen Lufthansa-Flüge wegen hoher Kerosinpreise teurer werden?.
Zusätzlich haben wir in unserem Ratgeber Kerosin-Knappheit: Welche Flugpreise und Strecken jetzt riskanter werdenuntersucht, welche Verbindungen bei länger anhaltendem Kostendruck besonders empfindlich reagieren könnten.
Welche Strecken könnten bei hohen Kerosinpreisen preislich empfindlicher reagieren?
Flugpreise entstehen dynamisch.
Besonders hohe Preise können sich beispielsweise auf Verbindungen entwickeln, bei denen mehrere Faktoren zusammentreffen:
- hohe Nachfrage
- wenige alternative Direktflüge
- Ferienzeiten
- beliebte Abflugzeiten
- begrenzte Sitzplatzkapazitäten
- starke Geschäftsreise-Nachfrage
Auch Langstrecken verursachen wegen ihres hohen Treibstoffverbrauchs entsprechend hohe absolute Kerosinkosten.
Trotzdem bedeutet das nicht, dass Langstrecken automatisch besonders teuer sein müssen.
Auf vielen Fernstrecken herrscht intensiver Wettbewerb.
Wer beispielsweise in die USA reist, kann unterschiedliche Airlines und Verbindungen bei den Flügen nach New Yorkvergleichen.
Für Asien-Reisende lohnt sich neben einem Nonstop-Flug auch ein Blick auf unterschiedliche Umsteigevarianten. Aktuelle Angebote finden Sie beispielsweise auf unserer Seite Frankfurt–Bangkok im Flugvergleich.
Auch bei Reisen an den Golf gibt es unterschiedliche Anbieter und Routen. Hier können Sie Flüge nach Dubai vergleichen.
Gerade auf solchen Strecken zeigt sich, warum höhere Kerosinkosten nicht automatisch bedeuten, dass sämtliche Airlines denselben Preis verlangen.
Ferienflüge können ebenfalls betroffen sein
Nicht nur klassische Langstrecken nach Nordamerika oder Asien verbrauchen große Mengen Treibstoff.
Auch Ferienverbindungen ab Frankfurt müssen wirtschaftlich kalkuliert werden.
Wer im Winter Sonne sucht, kann beispielsweise Flüge von Frankfurt nach Marsa Alam vergleichen.
Für eine Fernreise in den Indischen Ozean stehen unter anderem Flüge von Frankfurt nach Mauritius zur Auswahl.
Solche Strecken verdeutlichen, wie unterschiedlich der Markt funktioniert.
Auf Ferienrouten konkurrieren teilweise klassische Netzwerkairlines, Ferienfluggesellschaften und Umsteigeanbieter miteinander. Das kann trotz hoher Kerosinkosten für Preisunterschiede sorgen.
Muss ich jetzt möglichst schnell buchen?
Nein.
Die aktuelle Situation in Frankfurt ist kein Grund, aus Angst vor steigenden Preisen sofort irgendeinen Flug zu buchen.
Wer ohnehin eine Reise plant, kann die Entwicklung aber zum Anlass nehmen, aktuelle Preise zu vergleichen.
Besonders sinnvoll ist das bei:
- festen Ferienterminen
- Fernreisen
- Familienreisen
- wichtigen Geschäftsterminen
- Reisen mit wenig Flexibilität
- Direktflugwunsch
Wer noch nicht auf ein bestimmtes Ziel festgelegt ist, kann über die McFlight-Flugsuche verfügbare Flugangebote prüfen.
Entscheidend ist nicht, ob heute eine Schlagzeile über Kerosin erscheint.
Entscheidend ist, ob Sie für Ihre Reise ein Angebot finden, das bei Preis, Flugzeit und Leistungen überzeugt.
Müssen Passagiere wegen des zusätzlichen Kerosins mit weniger Gepäck rechnen?
Aktuell gibt es keine allgemeine Ankündigung zusätzlicher Gepäckbeschränkungen aufgrund der Frankfurter Kerosinsituation.
Das zusätzliche Treibstoffgewicht wird selbstverständlich in der Flugplanung berücksichtigt.
Für jeden Flug werden unter anderem Passagierzahl, Gepäck, Fracht, Kraftstoff und zulässiges Startgewicht kalkuliert.
Die normalen Gepäckbedingungen Ihrer Buchung bleiben deshalb zunächst bestehen.
Wenn eine Airline auf einem konkreten Flug außergewöhnliche Einschränkungen vornehmen müsste, würden die betroffenen Passagiere entsprechend informiert.
Sind nur Lufthansa-Flüge betroffen?
Nein. Die eingeschränkte Kraftstoffversorgung betrifft grundsätzlich den Flughafenstandort Frankfurt.
Besonders bekannt geworden sind derzeit jedoch die Vorsorgemaßnahmen von Lufthansa, weil Frankfurt das wichtigste Drehkreuz des Konzerns ist.
Andere Airlines können ihre Versorgung und Betankung unterschiedlich organisieren.
Eine Lufthansa-Maßnahme lässt sich daher nicht automatisch auf Condor, Discover Airlines oder andere Fluggesellschaften übertragen.
Wenn Sie verschiedene Anbieter miteinander vergleichen möchten, sollten Sie stets die konkrete Verbindung betrachten.
Gerade auf Strecken wie Frankfurt–Mauritius oder Frankfurt–Bangkok können je nach Reisetermin mehrere Airlines und unterschiedliche Reisewege zur Auswahl stehen.
Was bedeutet der Kerosin-Engpass für Umsteiger?
Für Umsteiger ändert sich derzeit grundsätzlich nichts.
Wenn Ihre gebuchte Verbindung wie geplant stattfindet, können Sie in Frankfurt normal auf Ihren Anschlussflug wechseln.
Tankering bedeutet nicht, dass Passagiere zusätzlich aussteigen, Gepäck neu aufgeben oder andere Formalitäten erledigen müssen.
Relevant wird die Situation erst dann, wenn Sie eine konkrete Flugplanänderung erhalten.
Bei einer Umsteigeverbindung sollten Sie deshalb wie immer die komplette Reise kontrollieren.
Hilfreiche Informationen zu Terminals, Umsteigen und Flughafenwegen finden Sie in unserem kompletten Flughafen-Frankfurt-Guide.
Seit 2026 spielt auch Terminal 3 eine größere Rolle. Weitere Hintergründe finden Sie im McFlight-Beitrag Frankfurt Terminal 3: Welche Airlines umgezogen sind und was Reisende beachten sollten.
Muss ich wegen des Kerosin-Engpasses früher zum Flughafen?
Nein – zumindest nicht wegen des Kerosin-Engpasses.
Tankering ist eine interne operative Maßnahme.
Für Passagiere gelten weiterhin die üblichen Anforderungen an:
- Check-in
- Gepäckaufgabe
- Sicherheitskontrolle
- gegebenenfalls Passkontrolle
- Boarding
Der Flughafen Frankfurt kann zu Ferienzeiten und an besonders stark frequentierten Tagen trotzdem sehr voll sein.
Ein ausreichender Zeitpuffer bleibt deshalb sinnvoll.
Der Grund dafür ist aber das allgemeine Passagieraufkommen und nicht die Kerosinversorgung.
Da sich mit Terminal 3 gewohnte Wege für verschiedene Fluggesellschaften verändert haben, sollten Sie vor der Anreise zusätzlich prüfen, von welchem Terminal Ihr Flug startet. Hilfreich ist dabei unser Artikel Frankfurt Terminal 3: Das müssen Reisende wissen.
Bereits Lufthansa gebucht: Was sollten Sie jetzt tun?
Wer bereits einen Lufthansa-Flug ab Frankfurt oder mit Umstieg in Frankfurt gebucht hat, sollte zunächst nichts verändern.
Prüfen Sie vor der Reise wie gewohnt:
- Flugnummer
- Abflugzeit
- Terminal
- Check-in
- mögliche Nachrichten Ihrer Airline oder Buchungsstelle
Solange keine Änderung Ihrer konkreten Verbindung mitgeteilt wird, besteht kein Grund, wegen des Kerosin-Engpasses auf eigene Kosten ein alternatives Ticket zu kaufen.
Weitere Informationen zur Fluggesellschaft, zum Streckennetz und zur Reiseplanung finden Sie unter Lufthansa bei McFlight.
Was passiert, wenn mein Flug doch gestrichen wird?
Sollte es entgegen dem aktuellen Stand zu einer Flugannullierung kommen, gelten die üblichen Regeln für die jeweilige Buchung.
Im Anwendungsbereich der europäischen Fluggastrechte bestehen grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten.
Dazu können gehören:
- Erstattung des Flugpreises
- anderweitige Beförderung zum Endziel zum frühestmöglichen Zeitpunkt
- eine spätere Ersatzbeförderung unter den entsprechenden Voraussetzungen
Ob zusätzlich eine pauschale Ausgleichszahlung zusteht, ist davon getrennt zu beurteilen und hängt vom konkreten Grund der Annullierung ab.
Wichtig: Stornieren Sie einen betroffenen Flug nicht vorschnell selbst.
Warten Sie zunächst ab, welche Lösung für Ihre Buchung angeboten wird beziehungsweise kontaktieren Sie Ihre Buchungsstelle.
Sollte ich Frankfurt jetzt als Abflughafen meiden?
Nein.
Nach aktuellem Stand gibt es keinen Grund, den Flughafen Frankfurt allein aufgrund der Kerosinversorgung aus der Reiseplanung auszuschließen.
Frankfurt bleibt eines der größten europäischen Luftverkehrsdrehkreuze und bietet ein besonders breites Angebot an Direkt- und Umsteigeverbindungen.
Je nach Wohnort und Reiseziel kann ein Vergleich mit anderen Flughäfen trotzdem sinnvoll sein.
Reisende aus Süddeutschland können beispielsweise zusätzlich den Flughafen München oder den Flughafen Stuttgart prüfen.
Für Reisende aus Nordrhein-Westfalen kann der Flughafen Düsseldorf eine Alternative sein.
Entscheidend sollten aber Flugpreis, Reisezeit, Gepäck und Flughafenanreise sein – nicht die Annahme, Frankfurt könnte kurzfristig wegen fehlenden Kerosins ausfallen.
Wann lohnt sich ein alternativer Abflughafen?
Ein anderer Flughafen kann interessant sein, wenn dadurch ein günstigerer Direktflug oder eine bessere Flugzeit verfügbar wird.
Vergleichen Sie jedoch nicht ausschließlich die Ticketpreise.
Zu einem vollständigen Vergleich gehören:
- Fahrt zum Flughafen
- Bahn- oder Kraftstoffkosten
- Parken
- gegebenenfalls eine Hotelübernachtung
- Flugzeit
- Anzahl der Umstiege
- Gepäck
- Rückankunft
Wer beispielsweise zwischen Frankfurt, München und Stuttgart wählen kann, sollte diese Gesamtkosten miteinander vergleichen.
Ein 50 Euro günstigeres Ticket ist nicht automatisch die günstigere Reise, wenn dafür eine zusätzliche Übernachtung oder lange Anfahrt notwendig wird.
Warum der Frankfurt-Engpass trotzdem ein wichtiges Signal ist
Auch wenn Reisende derzeit kaum unmittelbare Auswirkungen spüren, zeigt die Situation, wie komplex die Versorgung eines internationalen Großflughafens ist.
Ein Airport wie Frankfurt benötigt täglich enorme Mengen Flugkraftstoff.
Wenn eine wichtige Pipeline zeitweise weniger Kapazität liefert, müssen andere Transportwege und vorhandene Tanklager einen größeren Teil der Versorgung übernehmen.
Airlines können zusätzlich reagieren, indem Flugzeuge Treibstoff von anderen Flughäfen mitbringen.
Solange dieses Zusammenspiel funktioniert, merken Passagiere davon wenig.
Genau das ist das Ziel.
Kerosin bleibt einer der wichtigsten Kostenfaktoren im Flugverkehr
Für Flugreisende ist deshalb weniger der kurzfristige Frankfurt-Engpass als die längerfristige Entwicklung interessant.
Steigende Kerosinpreise können Airlines wirtschaftlich erheblich belasten.
Fluggesellschaften haben verschiedene Möglichkeiten, darauf zu reagieren.
Dazu zählen:
- Treibstoffabsicherung
- modernere und sparsamere Flugzeuge
- Anpassungen im Flugplan
- Kapazitätssteuerung
- höhere Erlöse auf stark nachgefragten Verbindungen
- Kostensenkungen
Welche Auswirkungen daraus für einen bestimmten Flug entstehen, lässt sich nicht pauschal vorhersagen.
Genau deshalb ist ein regelmäßiger Preisvergleich sinnvoll.
Weitere Hintergründe finden Sie im McFlight-Artikel Lufthansa und der Kerosin-Schock sowie in unserer Analyse Kerosin-Knappheit: Welche Flugpreise und Strecken jetzt riskanter werden.
Welche Fernstrecken ab Frankfurt können Reisende vergleichen?
Frankfurt verfügt über ein besonders großes Angebot an Fernverbindungen.
Für unterschiedliche Reisearten finden Sie bei McFlight beispielsweise Flüge von Frankfurt nach Bangkok für Thailand- und Südostasien-Reisen.
Für Reisen in die USA können Sie Flüge nach New York vergleichen.
Für Reisen an den Persischen Golf oder als Ausgangspunkt weiterer Fernverbindungen finden Sie bei McFlight Flüge nach Dubai.
Wer in den Indischen Ozean reisen möchte, kann Flüge von Frankfurt nach Mauritius vergleichen.
Für einen Urlaub am Roten Meer stehen unter anderem Flüge von Frankfurt nach Marsa Alam zur Auswahl.
Gerade bei solchen Strecken lohnt sich ein Vergleich zwischen Direktflug und Umsteigeverbindung.
Ein Nonstop-Flug spart Reisezeit. Eine Verbindung mit Zwischenstopp kann zu bestimmten Terminen jedoch preislich oder von den Flugzeiten her besser passen.
Wie McFlight beim Flugvergleich hilft
McFlight ist Spezialist für den Vergleich und die Vermittlung von Flugangeboten.
Gerade bei schwankenden Treibstoffkosten und dynamischen Flugpreisen lohnt es sich, verschiedene Airlines und Reisezeiten miteinander zu vergleichen.
Dabei sollten Reisende nicht ausschließlich nach dem niedrigsten Ticketpreis suchen.
Wichtig sind außerdem:
- Direktflug oder Umstieg
- Gesamtreisezeit
- Gepäck
- Abflugzeit
- Rückflugzeit
- Tarifbedingungen
- alternative Flughäfen
Bei Fernreisen kann schon eine andere Umsteigeverbindung erhebliche Unterschiede bei Preis und Reisezeit verursachen.
Unser Tipp: Vergleichen Sie vollständige Reiseangebote miteinander. Ein besonders niedriger Einstiegspreis ist erst dann attraktiv, wenn die enthaltenen Leistungen zu Ihrer Reise passen.
Starten Sie dafür direkt die McFlight-Flugsuche oder informieren Sie sich zunächst im Flughafen-Frankfurt-Guide über Ihren Abflughafen.
Was Reisende jetzt konkret tun sollten
1. Nicht vorsorglich stornieren
Es sind aktuell keine flächendeckenden Flugstreichungen aufgrund der Frankfurter Kerosinversorgung angekündigt.
2. Flugstatus prüfen
Kontrollieren Sie Ihre Verbindung am Tag vor der Reise und noch einmal vor der Abfahrt zum Flughafen.
3. Terminal kontrollieren
Frankfurt hat mit Terminal 3 eine neue Terminalstruktur erhalten. Lesen Sie dazu unseren Ratgeber Frankfurt Terminal 3: Welche Airlines umgezogen sind.
4. Nachrichten der Airline beachten
Wenn sich an Ihrem Flug etwas ändert, erhalten Sie entsprechende Informationen zur Buchung.
5. Ausreichend Zeit für Frankfurt einplanen
Bei hohem Passagieraufkommen ist ein vernünftiger Zeitpuffer grundsätzlich sinnvoll.
6. Bei neuen Buchungen vergleichen
Treffen Sie Ihre Entscheidung nicht aufgrund von Schlagzeilen, sondern anhand konkreter Angebote und der benötigten Leistungen. Nutzen Sie dafür die Flugsuche von McFlight.de.
Unser Fazit: Kein Grund zur Panik – aber Kerosin bleibt ein wichtiger Preisfaktor
Der aktuelle Kerosin-Engpass am Flughafen Frankfurt klingt zunächst dramatisch. Seine unmittelbaren Auswirkungen auf Reisende sind derzeit jedoch begrenzt.
Frankfurt bleibt betriebsfähig, Lufthansa setzt Tankering ein und Flugstreichungen aufgrund der Kerosinversorgung sind aktuell nicht angekündigt.
Für bereits gebuchte Reisende besteht deshalb kein Anlass, vorsorglich umzubuchen.
Interessanter ist die langfristige Entwicklung.
Hohe Kerosinpreise erhöhen die Kosten der Airlines. Ob daraus für eine bestimmte Verbindung ein höherer Flugpreis entsteht, hängt jedoch von vielen weiteren Faktoren ab.
Die beste Strategie lautet deshalb nicht, aus Angst möglichst schnell irgendeinen Flug zu buchen.
Sie lautet:
Preise vergleichen, mehrere Reisetage prüfen, Gepäck und Gesamtpreis berücksichtigen und dann buchen, wenn die Verbindung wirklich zur eigenen Reise passt.
Planen Sie eine Reise über Deutschlands größtes Luftfahrtdrehkreuz? Dann informieren Sie sich vorab in unserem McFlight-Guide zum Flughafen Frankfurt, prüfen Sie bei Bedarf München, Stuttgart oder Düsseldorf als alternative Abflughäfen und vergleichen Sie anschließend über die McFlight-Flugsuche die verfügbaren Verbindungen.
Weitere Hintergründe zum Thema finden Sie in unseren Artikeln Kerosin-Knappheit: Welche Flugpreise und Strecken jetzt riskanter werden und Lufthansa trotzt dem Kerosin-Schock: Müssen Lufthansa-Flüge jetzt teurer werden?.



