Genau deshalb ist die Sperrung ab Freitagabend, 16.01. so brisant: Viele merken es erst kurz vor Abfahrt – oder schlimmer: am Bahnsteig.
Damit du nicht im Ersatzverkehr festhängst, bekommst du hier einen klaren Plan: Was fällt aus, welche Alternativen funktionieren wirklich – und wie viel Puffer du realistisch brauchst, damit dein Flug nicht am Regionalbahnhof scheitert.
1) Was ist betroffen – und wann wird’s besonders kritisch?
Kurz gesagt: Auf Teilstrecken der S8/S9 zwischen Wiesbaden – Mainz – Frankfurt – Flughafen Frankfurt kommt es zu Ausfällen, Umleitungen und Ersatzbussen. Die genaue Ausprägung kann sich je nach Zeitraum (mehrere Bauphasen) ändern.
Für dich als Flugreisender ist entscheidend:
- Du kommst nicht mehr “durchgängig” wie gewohnt durch.
- Ersatzverkehr (Bus) ist langsamer, stauanfälliger und hat andere Abfahrtsorte.
- Manche Alternativen führen eher zum Fernbahnhof als zum Regionalbahnhof – oder umgekehrt.
Merke: Wenn du „auf Kante“ planst, ist das gerade der schnellste Weg in verpasste Check-in-Deadlines.
2) Die wichtigsten Ausfall-Logiken (verständlich statt Fahrplan-Chaos)
Ohne dich mit jeder Detailminute zu erschlagen, so kannst du es dir merken:
Szenario A: S8/S9 fallen zwischen Wiesbaden und Kelsterbach aus
Dann brauchst du für den Abschnitt SEV-Bus oder eine Kombination aus:
- RE/Regionalzüge (wenn du über Frankfurt Hbf willst)
- S1 + Umstieg (wenn du aus dem Frankfurter Stadtgebiet kommst)
- SEV-Busse ab Kelsterbach/Rüsselsheim/Mainz/Wiesbaden (je nach Phase)
Szenario B: S8 wird umgeleitet – und fährt nicht am Regionalbahnhof wie gewohnt
Teilweise wird die Strecke so gelegt, dass du eher am Fernbahnhof landest. Das ist nicht automatisch schlecht – aber:
- Terminal 1 ist meist gut erreichbar,
- Terminal 2 erfordert ggf. SkyLine/Shuttle,
- und wer “Regionalbahnhof” im Kopf hatte, steht sonst an der falschen Stelle.
Szenario C: S9 entfällt (teils) Richtung Flughafen/Regionalbahnhof
Dann wird’s für die klassische „Wiesbaden → FRA Regionalbahnhof“-Route besonders wichtig, vorher zu prüfen:
- Fahre ich über RE nach Frankfurt Hbf und weiter?
- Oder nutze ich SEV bis zu einem Punkt, wo wieder Bahn fährt?
3) Die drei besten funktionierenden Alternativen (je nach Startpunkt)
Alternative 1: Regionalexpress Richtung Frankfurt Hbf (für Mainz & Umgebung)
Wenn du schnell und planbar Richtung Frankfurt willst, ist der Weg über Mainz Hbf → Frankfurt Hbf mit Regionalzügen oft die robusteste Option – vor allem, wenn der SEV gerade im Stau steht.
Danach weiter zum Flughafen:
- ab Frankfurt Hbf mit S-Bahn/Regionalverkehr Richtung Flughafen (je nach Verfügbarkeit)
- oder bei Zeitdruck auch Taxi/Car-Sharing als „Notbremse“ (nicht billig, aber manchmal rettet es den Flug)
Für wen ideal: Mainz, Mainz-Kastel/Kostheim, Teile Rheinhessen, alle, die “Bahn statt Bus” bevorzugen.
Alternative 2: SEV-Busse als Direktbrücke (für Wiesbaden/Mainz/Rüsselsheim)
Ersatzbusse sind nicht glamourös – aber wenn du sie richtig nutzt, sind sie eine saubere Lösung.
So machst du SEV flugtauglich:
- Nicht auf die letzte mögliche Verbindung setzen
- Abfahrtshaltestelle vorher checken (SEV hält oft nicht exakt dort, wo du es erwartest)
- Mit Koffer: lieber 10 Minuten früher da sein (Bus voll = nächste Runde)
Für wen ideal: Wiesbaden, Rüsselsheim, Kelsterbach, wenn die Bahnverbindung gerade zerschnitten ist.
Alternative 3: Aus Frankfurt-Stadtgebiet: S1 + Bus/Umstieg je nach Phase
Wenn du aus Frankfurt oder aus dem Osten kommst (Offenbach/Hanau), kann eine Kombination aus S1 und anschließenden Zubringern sinnvoll sein – besonders dann, wenn die Störung vor allem westlich von Frankfurt liegt.
Für wen ideal: Frankfurt-Stadt, Offenbach, Hanau, wenn du ohnehin erst nach Frankfurt reinfährst.
4) Regionalbahnhof vs. Fernbahnhof: Wo musst du hin?
Das klingt banal, spart aber im Ernstfall 20–30 Minuten:
- Regionalbahnhof: S-Bahn/Regionallinien – oft „klassisch“ für Rhein-Main-Pendler.
- Fernbahnhof: ICE/IC – teilweise auch Zielpunkt bei Umleitungen.
Praxis-Tipp: Wenn du am falschen Bahnhof ankommst, plane für den Transfer zum Terminal:
- Laufwege, Rolltreppen, ggf. SkyLine/Shuttle,
- und mit Koffer lieber großzügig.
5) Pufferzeit: Diese Extra-Minuten solltest du jetzt einplanen
Die wichtigste Zahl für Flugreisende ist nicht „Fahrzeit laut App“, sondern Fahrzeit inklusive Bauphase + Unwägbarkeiten.
Empfohlene Zusatzpuffer (realistisch, nicht übertrieben)
- Wenn SEV-Bus Teil deiner Route ist: +45 bis 60 Minuten
- Wenn du 1–2 Umstiege hast (Mainz/Frankfurt Hbf → Flughafen): +30 bis 45 Minuten
- Bei Abflug vor 09:00 Uhr (alles enger getaktet): eher +60 Minuten
Puffer on top für den Flug (Check-in/Security)
- Schengen-/Europa-Flüge: am Flughafen zusätzlich mindestens 2:00 Stunden vor Abflug anpeilen
- Langstrecke/Non-Schengen: 2:30–3:00 Stunden (je nach Airline/Tag)
Kurz gesagt: Lieber 1 Kaffee zu früh im Terminal als 1 Minute zu spät am Gate.
6) 3 schnelle “Heute fliege ich”-Checks (10 Minuten vor Abfahrt)
Mach diese Mini-Checks, dann bist du deutlich sicherer:
- Verbindung in der RMV/DB-Auskunft prüfen – nicht nur Google Maps
(wegen kurzfristiger Gleis-/SEV-Änderungen) - Zielbahnhof kontrollieren: Regionalbahnhof oder Fernbahnhof?
- Plan B speichern: Alternative Verbindung 20–30 Minuten später + Taxi-Option als letzte Rettung
7) McFlight-Shortcut: So kombinierst du Anreise & Flugbuchung clever
Wenn du ab FRA fliegst, kann dir schon die Flugwahl den Stress reduzieren:
- Direktflug statt knapper Umstieg (weniger Risiko, wenn du später am Airport bist)
- Abflüge mittags/nachmittags statt ganz früh, wenn du aus Mainz/Wiesbaden anreist
- Flexdaten (±1–2 Tage): manchmal ist der Montag-Abflug entspannter als Sonntagabend
Auf McFlight.de: Abflug FRA Flüge in alle Welt → Flexdaten aktivieren → nach frühester Ankunft / Reisezeit sortieren → dann Preis optimieren.
So buchst du nicht nur „billig“, sondern störungsrobust.



