Die gute Nachricht: Die 3-Stunden-Logik gilt aktuell weiter (nach heutiger Rechtslage und Rechtsprechung).
Die zweite Wahrheit: Es laufen Verhandlungen, in denen genau diese Schwelle und weitere Regeln verändert werden könnten – und zwar entweder passagierfreundlicher (einfachere Durchsetzung, mehr Klarheit) oder restriktiver (spätere Schwellen, neue Bedingungen).
Damit du nicht im Nebel stehst, bekommst du hier:
- den aktuellen Stand in verständlicher Sprache,
- was realistisch 2026 kommen könnte,
- und vor allem: Was du schon heute tun kannst, um Geld und Nerven zu sichern – plus McFlight-Tipps, wie du Störungen bei der Buchung gleich mit einpreist.
1) Was gilt heute? (Damit du nichts verschenkst)
Solange keine neue EU-Regel in Kraft ist, gilt im Kern weiterhin:
A) Ausgleichszahlung bei großer Verspätung / Annullierung (unter Bedingungen)
Wenn du am FlugZiel mit großer Verspätung ankommst oder dein Flug annulliert wird, kann eine Pauschalentschädigung fällig sein – abhängig von:
- Ursache (Airline verantwortlich oder „außergewöhnliche Umstände“),
- Informationszeitpunkt,
- Ersatzbeförderung/Ankunftszeit,
- und der Distanz.
Die bekannte „3-Stunden-Schwelle“ bezieht sich auf die Ankunft am Ziel, nicht auf den Abflug.
B) Betreuungspflichten (Essen/Hotel) und Wahlrechte
Auch unabhängig von Entschädigung gilt: Bei längeren Wartezeiten am Flughafen gibt es je nach Situation Betreuung (z. B. Verpflegung) und bei Annullierung meist das Wahlrecht:
- Erstattung oder
- Ersatzbeförderung.
Wichtig: Das sind unterschiedliche „Töpfe“. Selbst wenn Entschädigung nicht greift, können Betreuung und Ersatzbeförderung relevant sein.
2) Warum 2026 so heiß ist: EU261 wird überarbeitet
Die EU diskutiert seit längerem eine Reform der Fluggastrechte. 2026 ist deshalb spannend, weil zwei Positionen klar aufeinanderprallen:
Position 1: Parlament will die 3-Stunden-Schwelle halten (und Prozesse verbessern)
Das Europäische Parlament hat sich klar dafür positioniert, die 3-Stunden-Schwelle nicht aufzuweichen und gleichzeitig das System einfacher zu machen – zum Beispiel durch:
- leichteren/standardisierten Antrag,
- schnellere Erstattungsprozesse,
- zusätzliche Klarheit bei Pflichten.
Position 2: EU-Staaten wollen tendenziell spätere Schwellen (z. B. 4/6 Stunden)
Im Rat (Mitgliedstaaten) gibt es seit längerem den Ansatz, die Schwellen zu erhöhen – je nach Streckenlänge – und an den Pauschalen zu schrauben.
Was bedeutet das für dich?
2026 ist ein Verhandlungsjahr: Am Ende könnte die 3-Stunden-Regel bleiben – oder sie wird durch eine gestaffelte Schwelle ersetzt. Sicher ist: Solange kein finaler Kompromiss beschlossen und umgesetzt ist, gilt die heutige Logik weiter.
3) Was könnte sich 2026 tatsächlich ändern? (realistisch eingeordnet)
Hier die Punkte, die am wahrscheinlichsten sind – ohne Spekulationen, die dir nichts bringen:
A) Entschädigungsschwelle: 3 Stunden vs. gestaffelt (4/6 etc.)
Das ist der Hauptkonflikt. Sollte eine gestaffelte Schwelle kommen, wären viele „klassische“ 3–4-Stunden-Verspätungen künftig möglicherweise nicht mehr entschädigungsfähig.
B) Höhe der Entschädigung
Im politischen Prozess wird nicht nur die Schwelle diskutiert, sondern auch die Höhe der Pauschalen. Eine Reform kann bedeuten:
- etwas höhere Pauschalen bei bestimmten Distanzen,
- aber weniger Fälle, in denen überhaupt gezahlt wird.
C) Mehr Klarheit bei „außergewöhnlichen Umständen“
Heute hängen viele Streitfälle an der Frage: war es wirklich außergewöhnlich? Eine Reform könnte:
- Definitionen schärfen,
- Listen/Leitplanken einführen,
- und damit das Hin-und-Her reduzieren.
D) Rerouting/Alternative Beförderung könnte stärker werden
Für Reisende ist oft wichtiger, schnell ans Ziel zu kommen, als später Geld zu bekommen. In der Reform geht es deshalb auch um:
- bessere Pflicht zur Umbuchung auf Alternativen,
- mehr Transparenz über Optionen,
- ggf. schnellere Prozesse.
E) Standardisierte Erstattungswege (weniger Papierkrieg)
Ein realistischer Gewinn für Passagiere ist eine Vereinfachung:
- vorbefüllte Formulare,
- klare Fristen,
- standardisierte Kommunikation.
4) Was heißt das für dich ganz konkret – heute, nicht „irgendwann“?
Die wichtigste Regel lautet: Handle so, als ob die heutigen Rechte gelten (weil sie es tun), aber sichere deine Beweise so, als ob Regeln strenger werden könnten. Das klingt dramatisch, ist aber praktisch:
Das solltest du bei jeder Störung sofort tun
- Screenshot vom Status (Delay/Cancel)
- Boardingpass/Buchung speichern
- Uhrzeit der tatsächlichen Ankunft notieren (Tür auf am Ziel)
- Belege sammeln (Essen/Taxi/Hotel), falls du selbst zahlen musstest
- Alternative Optionen dokumentieren (wenn Airline keine anbietet)
Damit bist du auf der sicheren Seite – egal, wie die Reform später aussieht.
5) McFlight-Praxis: So vermeidest du Probleme schon bei der Buchung
Viele Störungen lassen sich nicht verhindern – aber das Risiko, dass sie dir den Trip ruinieren, kannst du senken.
A) Direktflug bevorzugen, wenn der Trip wichtig ist
Mehr Segmente = mehr Sollbruchstellen. Gerade bei Terminen oder Ferienstart lohnt sich oft der Direktflug.
B) Umsteigezeit nicht zu knapp
In 2026 gilt besonders: knappe Umstiege sind kein Spartrick, sondern ein Risiko-Multiplikator. Nimm lieber „entspannt“ statt „Sprint“.
C) Nach Reisezeit/Ankunft sortieren, nicht nur nach Preis
Der billigste Flug ist oft der, der dich in eine Kaskade aus knappen Anschlüssen und ungünstigen Zeiten bringt.
D) Plan-B-Routine (2 Minuten)
Wenn du eine Buchung machst, speichere dir zwei Optionen:
- Option Schnell (kürzeste Reisezeit)
- Option Robust (mehr Umstiegspuffer)
Im Störfall bist du dann nicht „bei Null“.
McFlight-Tipp:
Auf McFlight.de Flexdaten (±2–3 Tage) aktivieren, Umliegende Flughäfen prüfen und nach kürzester Reisezeit oder frühester Ankunft sortieren. So buchst du nicht nur günstig – sondern störungsrobust.
6) „Entschädigung ab 3 Stunden bleibt?“ – die ehrliche Einordnung
- Aktuell ja: Die heute bekannte Logik gilt weiterhin.
- Politisch umkämpft: Parlament vs. Mitgliedstaaten verfolgen unterschiedliche Linien.
- Realistisch 2026: Verhandlungen, vielleicht ein Kompromiss – aber selbst bei Einigung braucht es meist Umsetzungszeit.
Was du daraus machst: Nicht warten. Rechte jetzt nutzen, Beweise jetzt sichern, Buchungen jetzt robust gestalten.
Fazit: 2026 wird EU261 nicht egal – sondern wichtiger
Die Fluggastrechte werden 2026 voraussichtlich nicht „einfach so“ abgeschafft, aber sie können sich verändern. Ob die 3-Stunden-Entschädigung bleibt oder gestaffelt wird, ist der zentrale Punkt. Für dich zählt heute:
- Aktuelle Rechte kennen und nutzen
- Beweise sichern (damit du Ansprüche sauber durchsetzen kannst)
- Smarter buchen (Direktflüge, Umstiegspuffer, Reisezeit-Sortierung)
- Wenn du bei der nächsten Buchung nicht nur sparen, sondern auch Stress vermeiden willst: Such auf McFlight.de mit Flexdaten und sortiere nach Reisezeit/Ankunft – das ist 2026 die beste „Verspätungs-Versicherung“, die du selbst in der Hand hast.
FAQ
Gilt 2026 noch Entschädigung ab 3 Stunden?
Stand heute: Ja, solange keine Reform beschlossen und in Kraft ist.
Was könnte sich ändern?
Diskutiert werden gestaffelte Schwellen (z. B. späterer Anspruch), Anpassungen der Pauschalen sowie vereinfachte Erstattungs-/Rerouting-Prozesse.
Was soll ich bei Verspätung sofort tun?
Status dokumentieren, Ankunftszeit notieren, Belege sammeln und Kommunikationsnachweise sichern.
Wie kann ich Probleme bei der Buchung reduzieren?
Direktflug bevorzugen, Umsteigezeit erhöhen, nach Reisezeit/Ankunft sortieren und einen Plan-B speichern.



