Die gute Nachricht: Wenn dein Flug annulliert wird, hast du ziemlich klare Rechte. Die schlechte: Viele verschenken Geld oder Zeit, weil sie in der falschen Reihenfolge handeln.
Hier ist die McFlight-Strategie, die in der Praxis funktioniert – inklusive Umbuchung, Erstattung, Alternativ-Airports und einem klaren Plan für die nächsten 60 Minuten.
Erst verstehen: Welche Art „Streik“ ist es – und warum ist das wichtig?
Für deine Entschädigung (nicht für Betreuungsleistungen!) macht es einen Unterschied, wer streikt:
- Streik bei der Airline (z. B. Crew, Bodenpersonal der Airline): Häufig keine „außergewöhnlichen Umstände“ → Entschädigung nach EU-Recht kann möglich sein, wenn du kurzfristig informiert wurdest und keine passende Ersatzbeförderung angeboten wurde.
- Streik bei Flughafen/Flugsicherung/Sicherheitskontrolle (externe Stellen): Eher „außergewöhnlich“ → Entschädigung kann entfallen. Betreuungsleistungen (Essen/Hotel) und Wahlrecht (Erstattung oder Ersatzbeförderung) bleiben aber grundsätzlich relevant.
Merksatz: Auch wenn keine Entschädigung fällig ist, müssen Airlines dich nicht „im Regen stehen lassen“.
Die 7 Schritte, die wirklich helfen (in der richtigen Reihenfolge)
1) Sofort Beweise sichern: Screenshot, Mail, schriftliche Bestätigung
Klingt banal – ist aber Gold wert.
- Screenshot vom Status „annulliert“ (App/Website/Anzeigetafel)
- Mail/SMS der Airline speichern
- Falls möglich: „Confirmation of cancellation“ am Schalter erfragen
Warum? Das ist deine Basis für Erstattung, Ersatzflug, Kosten und ggf. Entschädigung.
2) Entscheide in 2 Minuten: Willst du Ersatzflug oder Geld zurück?
Bei Annullierung hast du normalerweise ein Wahlrecht:
A) Erstattung des Ticketpreises oder B) Ersatzbeförderung zum Ziel (so früh wie möglich) oder C) auf Wunsch späterer Flug zu einem passenden Termin (wenn angeboten).
Praxisregel:
- Zeitkritisch (Hotel, Kreuzfahrt, Termin, Event)? → Ersatzflug priorisieren.
- Trip flexibel / keine Lust auf Chaos? → eher Erstattung + neu planen.
Wichtig: Nicht aus Frust “einfach heimfahren”, ohne vorher deine Option sauber zu wählen – sonst wird’s bei Kostenerstattungen unnötig zäh.
3) Umbuchung durchziehen – und zwar clever: “Earliest arrival” verlangen
Wenn du Ersatzbeförderung willst:
- Fordere die schnellste Verbindung zum Ziel
- Lass dich nicht nur auf „unser nächster Flug in 2 Tagen“ festnageln, wenn realistisch auch andere Routen gehen.
McFlight-Shortcut (30 Sekunden):
Öffne McFlight und suche parallel:
- Ziel gleich, Datum ±1–2 Tage
- Nearby Airports aktivieren (mehr Chancen!)
- Direkt vs. 1 Stopp vergleichen
- Filter: früheste Ankunft statt nur “billigster Preis”
McFlight empfiehlt: Wenn du dem Airline-Support konkret sagen kannst:
„Es gibt heute noch Option X/Y mit Ankunft um 20:10 – bitte umbuchen“, kommst du deutlich schneller aus dem Streik-Stau.
4) Alternativ-Airports nutzen: Nicht nur abfliegen – auch ankommen anders denken
Viele vergessen: Du kannst nicht nur den Abflughafen, sondern auch den Zielflughafen variieren.
Beispiele (Prinzip):
- Statt Frankfurt → auch Köln/Bonn, Düsseldorf, Hannover, Nürnberg prüfen
- Statt “Rom FCO” → ggf. Rom CIA, Neapel, Bologna + Zug
- Statt “London LHR” → LGW, STN, LTN + Rail
Bonus-Tipp: Bei Deutschland-Reisen kann sich auch Rail&Fly / Zug-Zubringer lohnen, wenn die Luftseite kollabiert.
5) Betreuungsleistungen sofort einfordern: Essen, Hotel, Transfer (nicht erst später)
Auch im Streik-Chaos gilt: Wenn du warten musst, hat die Airline grundsätzlich Betreuungspflichten (Verpflegung, Kommunikation; bei Übernachtung Hotel + Transfer).
So machst du’s pragmatisch:
- Erst am Schalter/Hotline/Chat um Voucher bitten.
- Wenn du nichts bekommst und es eskaliert: selbst angemessen buchen (Hotel/Verpflegung) und Belege sammeln.
Wichtig ist das Wort „angemessen“. Kein Luxus – aber solide und nachvollziehbar.
6) Geld sichern: Erstattung & Kosten sauber dokumentieren (mit Mini-Vorlage)
Lege dir eine Notiz an und tracke:
- Ticketpreis / Buchungsnummer
- neue Route + Kosten (falls selbst gebucht)
- Hotel/Taxi/ÖPNV/Verpflegung (Belege)
- Kommunikationskosten (z. B. Telefon)
7) Entschädigung prüfen – aber richtig (und ohne Zeit zu verlieren)
Zusätzlich zu Erstattung/Ersatzflug kann je nach Fall eine Ausgleichszahlung möglich sein (klassisch bis 250/400/600 € je nach Distanz). Entscheidend sind u. a. Informationszeitpunkt, Ersatzbeförderung und ob die Airline sich auf außergewöhnliche Umstände berufen kann.
Schnell-Check:
- Wurdest du < 14 Tage vorher informiert?
- War es Airline-eigener Streik (Crew/Personal)? → Chance auf Entschädigung steigt.
- War es Security/Flugsicherung/Flughafen? → Entschädigung oft schwieriger, aber Betreuung/Erstattung bleibt Thema.
Die häufigsten Fehler (kosten dich Zeit oder Geld)
Fehler 1: No-Show aus Frust
Wenn du einfach nicht erscheinst, kann das die Durchsetzung von Rechten unnötig komplizieren. Immer sauber dokumentieren und aktiv wählen (Erstattung oder Ersatzflug).
Fehler 2: Selbst neu buchen – ohne vorher Umbuchung zu verlangen
Manchmal sinnvoll, aber erst kurz versuchen, ob die Airline dich umbucht. Wenn du selbst buchst: Belege, Angemessenheit, Kommunikation sichern.
Fehler 3: Nur den einen Flughafen checken
Bei Streiks ist die beste Lösung oft: anderer Airport + Zug.
McFlight - Tipp: So findest du in 5 Minuten den besten “Plan B”
Wenn dein Flug gestrichen wird, zählt Geschwindigkeit. Auf McFlight bekommst du den Überblick, ohne dich durch zig Tabs zu kämpfen:
- Strecke eingeben
- Flexible Daten aktivieren (±1–3 Tage)
- Flughafen in der Nähe einschalten
- Sortieren nach frühester Ankunft oder kürzester Reisezeit
- Deal auswählen – und dann entscheiden: Airline-Umbuchung oder selbst neu buchen
Jetzt Ersatzflug finden: McFlight.de öffnen, Flex-Tage setzen, Alternativ-Airports prüfen.



