Genau deshalb ist das Thema gerade so heiß: In der EU wird darüber diskutiert, ob ein standardisiertes Handgepäck-Set wieder verpflichtend ohne Aufpreis möglich sein soll.
Für Flugreisende ab Deutschland ist das nicht nur Politik – das ist bares Geld und weniger Gate-Stress. In diesem McFlight-Guide bekommst du eine realistische Einordnung: Was könnte sich ändern, was bleibt wahrscheinlich gleich – und wie sparst du schon heute Handgepäck-Gebühren, ohne auf ein neues Gesetz zu warten.
1) Was ist mit „Gratis-Handgepäck“ eigentlich gemeint?
Wichtig ist die Begriffsklärung, denn genau hier beginnt seit Jahren das Chaos:
- Personal Item: kleine Tasche/Rucksack, der unter den Sitz passt (Laptopbag, Daypack, Handtasche)
- Handgepäck/Kabinengepäck: ein zusätzliches Gepäckstück (oft „kleiner Trolley“), das ins Gepäckfach soll
Die aktuelle Debatte dreht sich nicht darum, dass du „unendlich viel“ kostenlos mitnehmen darfst – sondern um eine EU-weit einheitliche Mindestregel, damit Passagiere nicht bei jeder Airline eine andere Überraschung erleben.
2) Warum wird das jetzt diskutiert?
Weil Handgepäck-Gebühren für viele zur größten gefühlten „Kostenfalle“ geworden sind. Gerade bei Low-Cost-Airlines, wie Ryanair, EasyJet und SunExpress ist das Preismodell oft so gebaut:
- Sehr niedriger Basispreis
- Gebühren für Extras (Handgepäck, Sitzplatz, Priority, Bordservice)
- Am Ende ist das Ticket oft deutlich teurer als der „Lockpreis“
Die EU-Debatte wird deshalb als Verbraucherschutz-Thema geführt: mehr Transparenz, weniger Gebühren-Überraschungen, einheitlichere Standards.
3) Kommt das wirklich – und ab wann?
Stand heute ist entscheidend: Diskussion heißt nicht sofort Gesetz.
Selbst wenn politischer Druck steigt, kann es in der EU Monate bis Jahre dauern, bis aus einer Position eine verbindliche Regel wird. Und selbst dann sind Übergangsfristen möglich.
Was du daraus mitnehmen solltest:
- Ja, die Richtung kann sich ändern.
- Nein, du solltest nicht darauf „wetten“, dass ab Datum X alles automatisch gratis ist.
Für deine Reiseplanung 2026 ist es schlauer, jetzt mit den richtigen Such- und Pack-Strategien Gebühren zu minimieren.
4) Was bedeutet das für Ryanair, easyJet & Co.?
Wenn ein zusätzliches Handgepäckstück EU-weit verpflichtend ohne Aufpreis wird, haben Airlines im Kern drei Hebel:
1) Grundpreise steigen
Wenn Einnahmen aus Handgepäck entfallen, können sie im Ticketpreis wieder auftauchen. Das wäre „fairer“ in der Darstellung, aber nicht zwingend günstiger.
2) Tarife werden neu strukturiert
Viele Airlines könnten ihre Tariflogik anpassen: „Basic“ bleibt minimal, aber das EU-Minimum muss enthalten sein. Andere Leistungen (Sitzwahl, Priority, Aufgabegepäck) bleiben Extra.
3) Strengere Kontrollen am Gate
Wenn mehr Leute Kabinengepäck mitbringen dürfen, wird die Kabine knapper. Airlines könnten dann noch konsequenter Maße kontrollieren, um Chaos zu vermeiden.
Realistisch ist: Es wird wahrscheinlich transparenter – aber nicht automatisch „billiger“. Entscheidend wird sein, wie stark der Wettbewerb auf einer Strecke ist.
5) Wird Fliegen ab Deutschland dadurch günstiger?
Kurz: Vielleicht etwas – vielleicht auch nicht.
Wo du eher profitieren könntest
- Strecken mit viel Konkurrenz (mehrere Airlines, viele Frequenzen)
- Routen mit mehreren Abflughäfen in Reichweite (z. B. NRW, Süddeutschland)
- Nebensaison oder Midweek-Flüge
Wo du weniger Effekt spürst
- Ferienzeiten, wenn Nachfrage hoch ist
- Nischenrouten mit wenig Wettbewerb
- sehr günstige Basistarife, bei denen Handgepäck bisher ein großer Einnahmeblock war
Die größte Verbesserung könnte nicht der Endpreis sein, sondern die Preiswahrheit: Du siehst schneller, was dich die Reise wirklich kostet.
So sparst du JETZT Handgepäck-Gebühren
6) Shortcut 1: Immer nach „Gesamtpreis“ denken, nicht nach Lockpreis
Das klingt banal, ist aber der wichtigste Punkt: Vergleiche Flüge immer so, dass du die gleiche Gepäckannahme zugrunde legst – sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Praktisch: Wenn du weißt, du brauchst einen Trolley, dann kalkuliere ihn von Anfang an ein.
7) Shortcut 2: Flexdaten (±2–3 Tage) – oft der schnellste Gebühren-Killer
Wenn du flexibel bist, findest du häufig Tarife, bei denen:
- der Preisunterschied so groß ist, dass das Handgepäck-Add-on „egal“ wird
- oder du Verbindungen findest, bei denen Kabinengepäck im besseren Tarif ohnehin enthalten ist
8) Shortcut 3: Umkreissuche aktivieren (Geo-Hebel für Deutschland)
Gerade in Deutschland ist das ein massiver Deal-Treiber:
- NRW: DUS / CGN / DTM (und je nach Ziel FRA als Alternative)
- Süd: MUC / STR / NUE
- Nord/Ost: HAM / BER / LEJ / HAJ (je nach Route)
Oft ist nicht der billigste Flug der Gewinner, sondern der, bei dem Handgepäck schon drin ist und die Anreise passt.
9) Shortcut 4: Nach Ankunftszeit sortieren (Urlaubstage retten)
Viele super günstige Flüge „bezahlen“ sich über:
- lange Layover
- ungünstige Nachtzeiten
- knappe Umstiege
Sortiere zuerst nach Ankunftszeit oder Reisezeit – dann nach Preis. Das macht den Deal wirklich wertvoll.
10) Pack-Strategie: So vermeidest du Gate-Stress – egal welche Regeln kommen
Auch wenn Gesetze sich ändern: Am Gate zählt, ob dein Gepäck ins Limit passt.
- Wähle ein Personal Item, das wirklich unter den Sitz passt
- Packe so, dass du Maße nicht „sprengst“ (volle Außentaschen sind der Klassiker)
- Nutze leichte Kleidung/Jacke, um Gewicht aus der Tasche zu nehmen
- Halte wichtige Technik griffbereit (bei Kontrollen schneller)
McFlight Fazit: Gratis-Handgepäck wäre ein Gamechanger – aber du kannst heute schon gewinnen
Die EU-Debatte ist deshalb so klickstark, weil sie ein echtes Alltagsproblem trifft: Handgepäck-Gebühren. Ob und wann eine verbindliche Regel kommt, ist offen – aber du kannst schon jetzt sparen, wenn du clever suchst:
Flexdaten + Nearby Airports + Sortierung nach Ankunftszeit = weniger Gebührenfallen, bessere Deals, weniger Stress.
McFlight Tipp:
Vergleiche auf McFlight.de Flüge immer mit deinen echten Gepäckbedürfnissen, aktiviere Flexdaten und Flughafen Umkreissuche – so findest du die Verbindung, die auch nach dem „Handgepäck-Klick“ noch ein Deal ist.



