So vermeidest du Warteschlangen
Ab 2026 wird die Ein- und Ausreise an vielen Schengen-Außengrenzen für Reisende aus Nicht-EU-Ländern digitaler – und in der Praxis oft auch langsamer, zumindest am Anfang. Der Grund: das EES (Entry/Exit System). Statt eines Passstempels werden Ein- und Ausreisen elektronisch erfasst – inklusive biometrischer Registrierung (z. B. Foto, Fingerabdrücke) bei vielen Drittstaatsangehörigen.
Für dich als Reisender zählt vor allem eins: Timing. Denn selbst wenn die eigentliche Kontrolle nur wenige Minuten dauert, können sich zu Stoßzeiten schnell lange Schlangen bilden. Und genau das ist das Risiko für verpasste Flüge oder stressige Umstiege.
In diesem McFlight-Guide bekommst du:
- eine klare Einschätzung, wie viel Extra-Zeit du 2026 einplanen solltest,
- konkrete Tricks, wie du Warteschlangen umgehst,
- und eine FAQ-Sektion für schnelle Antworten (ideal auch für Featured Snippets).
Was ist EES – kurz und verständlich
EES ist ein System, das Ein- und Ausreisen an den Schengen-Außengrenzen elektronisch dokumentiert. Es richtet sich vor allem an Reisende, die nicht die EU-/EWR-/Schweizer Staatsangehörigkeit besitzen und für einen Kurzaufenthalt einreisen.
Typisch betroffen sind Reisen wie:
- London → Paris / Frankfurt / Madrid
- New York → Amsterdam / München
- Dubai → Berlin / Wien
- Istanbul → Rom
Wichtig: Auch wenn du selbst nicht betroffen bist (z. B. EU-Pass), können Schlangen trotzdem länger werden, weil mehr Prozesse an denselben Kontrollstellen stattfinden.
Warum wird es 2026 häufiger voll an der Passkontrolle?
Der größte Zeitfresser ist nicht der Scanner – sondern die Erstregistrierung:
- Beim ersten Mal müssen Daten aufgenommen und biometrisch verknüpft werden.
- Bei späteren Reisen ist es oft eher eine schnelle Verifikation.
Das bedeutet: In der Einführungsphase 2026 triffst du auf viele Menschen, die „zum ersten Mal“ dran sind. Und das ist genau der Moment, in dem sich Warteschlangen aufbauen.
Die entscheidende Frage: Wie viel Extra-Zeit brauchst du am Flughafen 2026?
Es gibt keine exakte Minutenangabe, die überall gilt. Aber es gibt realistische, stressfreie Faustregeln – und genau die willst du für deine Planung.
McFlight-Faustregeln für 2026
1) Ankunft im Schengenraum (Einreise nach der Landung)
- Normaler Tag: +30 Minuten Puffer zur üblichen Planung
- Peak-Zeiten (Ferien, Freitagabend, Sonntag): +60 Minuten Puffer
2) Abflug aus dem Schengenraum (Ausreise vor dem Gate)
- Normaler Tag: +20 bis +30 Minuten
- Peak-Zeiten: +45 bis +60 Minuten
3) Umstieg mit Passkontrolle (kritischster Fall)
Wenn du beim Umsteigen erst in Schengen einreist (Passkontrolle am Hub), ist das Risiko am höchsten. Dann gilt:
- Plane Umsteigezeiten lieber komfortabel (statt sportlich)
- Knappe Anschlüsse sind 2026 deutlich riskanter als früher
Praxis-Tipp: Wenn du die Wahl hast, nimm lieber die Verbindung mit etwas mehr Umsteigezeit – oft kostet sie kaum mehr, spart aber sehr viel Stress.
So vermeidest du Warteschlangen – die 12 besten Praxis-Tipps
1) Wenn du betroffen sein könntest: Nimm die Einreise ernst wie Security
Viele planen „Security-Puffer“, aber vergessen die Passkontrolle. 2026 ist genau dort der Engpass.
2) Vermeide knappe Umstiege – vor allem bei separaten Tickets
Bei getrennten Buchungen (zwei Tickets) bist du bei Verspätung oder langer Kontrolle oft auf dich gestellt. Bei durchgehenden Tickets ist die Chance größer, dass du umgebucht wirst.
3) Nutze bei der Flugsuche bewusst „entspannte“ Parameter
Auf McFlight lohnt es sich, beim Suchen gleich mitzudenken:
- Nonstop bevorzugen, wenn du zu Schengen einreist
- Längere Umstiege aktiv zulassen
- Alternative Airports prüfen (manche Airports sind zu bestimmten Zeiten weniger überlaufen)
4) Reise wenn möglich außerhalb der Peak-Wellen
Typische Stauzeiten:
- Freitag ab spätem Nachmittag
- Sonntag ab spätem Nachmittag
- Ferienbeginn/-ende
- Frühmorgens (Bank der Abflüge) und frühe Abendwelle
5) Sitzplatz-Strategie: vorne sitzen = früher an der Kontrolle
Wenn du knapp dran bist, können 5–10 Minuten Unterschied beim Aussteigen den Unterschied machen.
6) Handgepäck statt Aufgabegepäck (wenn’s passt)
Wer erst aufs Gepäckband wartet, verliert planbar Zeit – und steht danach oft in einer schon gewachsenen Schlange.
7) Dokumente griffbereit, aber nicht hektisch
Halte Reisepass und ggf. Buchungsdaten/Adresse so bereit, dass du an der Kontrolle nicht suchen musst.
8) Familien & Gruppen: Zeitpuffer multipliziert denken
Nicht, weil jede Person so viel länger braucht – sondern weil eine Gruppe meistens nicht „durchflutscht“, sondern blockweise.
9) Wenn du zwischen Terminals wechseln musst: extra Puffer einplanen
Terminalwechsel + Passkontrolle ist ein klassischer Anschluss-Killer.
10) Achte auf die Reihenfolge am Flughafen
Je nach Airport liegt Passkontrolle:
- vor Security,
- nach Security,
- oder bei Ankunft direkt nach der Landung.
Das beeinflusst massiv, wann du wo sein musst.
11) Plane bei Reisen mit Mietwagen/Abholung besonders konservativ
Wenn dich jemand abholt oder du einen Mietwagen- स्लॉट hast: 30–60 Minuten mehr sind 2026 nicht „übertrieben“, sondern entspannt.
12) Halte einen Plan B bereit
Wenn du bei der Ankunft einen Anschluss (Zug, Meeting, Event) hast: baue eine Alternative ein – 2026 ist das Jahr, in dem „knapp“ häufiger schiefgeht.
McFlight-Planung: So buchst du 2026 schlauer
Wenn du EES-bedingt mehr Puffer brauchst, bringt dir das nur etwas, wenn du es schon bei der Flugauswahl berücksichtigst:
- Flexible Reisedaten aktiv nutzen: Ein Tag vorher/danach kann bessere Umsteigezeiten liefern.
- Nonstop-Filter testen: Weniger Kontaktpunkte, weniger Risiko.
- Umstiegszeit bewusst erhöhen: Gerade bei Einreise am Hub.
- Transparenz bei Tarifen/Gepäck checken: Weniger Überraschungen, weniger Zeitverlust.
Quick-Checkliste
- Habe ich eine Schengen-Außengrenze im Routing (UK/USA/… ↔ Schengen)?
- Könnte ich EES-betroffen sein (Nicht-EU-Pass, Kurzaufenthalt)?
- Plane ich bei 2026-Reisen +30 bis +60 Minuten Puffer an der Passkontrolle ein?
- Habe ich separate Tickets (Risiko höher)?
- Ist meine Umsteigezeit wirklich „entspannt“ – auch wenn’s voll ist?
McFlight FAQ: EES 2026 am Flughafen
Was ist EES in einem Satz?
EES ist ein digitales System, das Ein- und Ausreisen an Schengen-Außengrenzen elektronisch erfasst – häufig inkl. biometrischer Daten bei Drittstaatsangehörigen.
Wer ist von EES betroffen?
Vor allem Reisende ohne EU-/EWR-/Schweizer Staatsangehörigkeit, die für Kurzaufenthalte in den Schengenraum ein- oder ausreisen.
Muss ich 2026 wirklich mehr Zeit am Flughafen einplanen?
Ja, besonders an Tagen mit hohem Passagieraufkommen. Realistisch sind +30 Minuten, in Peak-Zeiten bis zu +60 Minuten.
Gilt EES bei Ankunft oder beim Abflug?
Beides kann relevant sein: Einreise bei Ankunft in Schengen, Ausreise beim Verlassen von Schengen in Nicht-Schengen-Länder.
Was ist das größte Risiko für verpasste Flüge?
Knappe Umsteigezeiten, vor allem wenn beim Umstieg eine Passkontrolle nötig ist oder wenn du mit separaten Tickets reist.
Wie kann ich mich am besten vorbereiten?
Plane Zeitpuffer ein, wähle Flüge mit entspannten Umstiegen, halte Reisepass/Dokumente bereit und vermeide Reisezeiten mit typischen Peak-Wellen.
Wird es nach der Einführungsphase schneller?
Oft ja – weil nach der ersten Registrierung spätere Reisen meist nur eine Verifikation erfordern. Warteschlangen können aber weiterhin zu Stoßzeiten entstehen.
Hilft ein Direktflug wirklich so viel?
Meist ja. Weniger Umstiege bedeuten weniger kritische Punkte, an denen Passkontrolle/Timing kippen kann.
