Santiago de Chile

IATA-Code: SCL
Nutzung: International
Höhe über NN: 474.0 m
Lokale Zeit: | Zeitzone: -4.00 Std.

„Europäisches Flair in Südamerika“

Zu Füßen der imposanten Anden leben im Großraum Santiago fast 6 Millionen Menschen. Die Stadt Santiago de Chile ist nicht nur die Hauptstadt des Landes, sondern auch das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Chile mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen und Museen.
Obwohl der chilenische Nationalkongress in Valparaiso tagt, ist die Metropole Santiago de Chile das unumstrittene politische Machtzentrum von Chile. Die Stadt liegt am Rio Mapocho, begrenzt im Süden vom Rancagua-Becken, im Norden vom Acongaua-Tal und im Westen sowie im Osten von den Kordilleren.

Santiago wurde 1541 von dem Spanier Pedro de Valdivia gegründet, gegen den Widerstand der dort ansässigen Mapuche-Indianer. Im Jahr 1817 erreichte Chile mit einem Sieg in der Schlacht von Chacabuco seine Unabhängigkeit, welche sich jedoch erst 1818 in der Schlacht von Maipú mit der Niederlage der Spanier manifestierte. 1973 putschte die Armee unter Augusto Pinochet gegen den Präsidenten Salvador Allende, und eine 17jährige Militärdiktatur mit willkürlicher Gewalt unterjochte das ganze Land. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung beruhigte sich die politische Situation, und heute zeigt sich Santiago de Chile auf der Plaza de Armas (Platz der Waffen) in der renovierten Altstadt wieder von seiner schönen Seite.

Von wegen chaotische lateinamerikanische Metropole, fast europäisch, ja vertraut scheint die Szenerie. Manager in grauen Anzügen und mit Handys am Ohr, durchgestylte Yuppies, uniformierte Schulmädchen, nachdenkliche Schachspieler und klassische Musik von Straßenmusikern. Alles umstanden von der Kathedrale, dem klassizistischen Präsidentenpalast „La Moneda“, dem Kolonialbau der „Casa Colorada“, dem 1807 fertig gestellten Palacio de la Real Audjencia, der blauen Eisenkonstruktion des Edwards-Kaufhauses und der pastellfarbenen Hauptpost „Correo Central“ aus dem Jahre 1882.
Nicht weit davon entfernt das Teatro Municipal, ein Barockensemble mit klassischen französischen Wandelgängen. Sehenswert auch der ehemalige Nationalkongress, der Justizpalast und das königliche Zollhaus („Palacio Real Casa de Aduanas“) mit dem Museum für Präkolumbische Kunst.

Überhaupt ist die ganze Innenstadt von Santiago de Chile ein Musterbeispiel für kolonialspanische Stadtplanung, angelegt in regelmäßigen Quadraten. Auf der „Alameda“, der Hauptachse der Stadt, stößt man rechter Hand auf das in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entstandene Viertel Paris-Londres, Imitationen zahlreicher Stilrichtungen europäischer Architektur in Formen eines Häuser-Ensembles auf engstem Raum. Hier steht auch die 1618 erbaute Kirche „Iglesia San Francisco“. Moderne, glasverspiegelte Wolkenkratzer im Geschäftsviertel von Las Condes, Künstler und jede Menge Kneipen im Viertel Bellavista und rund um den „Plaza Nunoa“, buntes Markttreiben im „Mercado Central“ (Ecke San Pablo/Ahumada), Kanonenschüsse zur Mittagsstunde auf dem parkähnlich angelegten Hügel „Santa Lucia“, gleich dahinter das gemütliche Viertel „Lastarria“ mit der Plaza Mulato Gil de Castro mit Cafés, Restaurants und skurilen Bars. Studenten trifft man im „Barrio Brasil“, malerisch die Straße „Concha y Toro“.

Eine Besonderheit ist der „Cerro San Cristóbal“, ein Hügel in 288 m Höhe mit dem Zoo, dem Botanischen Garten, Restaurants und Picknickplätzen und einem weiten Blick über die Stadt, wenn der graue Smog nicht allzu stark ist. Wer diesen „Central Park“ von Santiago nicht zu Fuß erklimmen möchte, kann auch die Zahnradbahn („Funicular“) nehmen. Eine Seilbahn führt von hier weiter in das elegante Wohnviertel „Pedro de Valdivia Norte“, vielleicht ein Tipp bei Abendsonne. Belebte Parks wie der „Quinta Norte“ oder der „Parque Forestal“ sind beste Gelegenheiten, den freundlichen, lebensbejahenden Chilenen zu treffen.

Ideal sind auch Tagesausflüge in die Umgebung, z.B. das bunte Valparaiso, wo uralte Zahnradbahnen die Hügel der 300.000 Einwohnerstadt erklimmen, urige Tango-Bars und feine Restaurants rund um den Hafen einen Besuch lohnen sowie „La Sebastiana“, ein Haus des chilenischen Dichters Pablo Neruda, zu besichtigen ist. Nicht proletarisch wie Valparaiso, sondern schick ist das moderne Seebad Vina del Mar, verträumt der kleine Küstenort Quintay, italienisches Flair im Badeort Zapallar, wild und einsam das Tal „Cajon del Maipo“. Berühmt auch die Weinanbaugebiete vor den Toren Santiagos – süffiger Merlot und Cabernet Sauvignon vom Feinsten.

Chile hat viele Gesichter – im Norden die Atacama-Wüste, im Osten die hohen Gipfel der Anden, die karge Landschaft Patagoniens, der „kleine Süden“ mit Wäldern und herrlichen Landschaften, Gletschergebiete wie das Campo de Hielo Sur, die Osterinsel und die Juan-Fernandez-Inseln, Nationalparks wie der „Torres del Paine“, „Lauca“ oder „Bernardo O’Higgins“ und die Inselgruppe Feuerland an der Südwestspitze von Südamerika.
Ausgangspunkt für Ihre Reise durch ein außgergewöhnliches Land mit unendlich großen Distanzen sollte auf jeden Fall Santiago de Chile sein

Arturo Merino Benitez

Der Flughafen der chilenischen Hauptstadt Santiago und gleichzeitig größter Flughafen des Landes ist der Arturo Merino Benitez Airport.

Mit fast zehn Millionen Passagieren im Jahr bewältigt er mehr als jeder andere Flughafen in Chile und weist einen enormen Anteil von internationalen Flügen auf: Fast 50% der Passagieren nutzen den Arturo Merino Benitez Airport als internationale Anbindung. Dabei sind Chiles Nachbarn Argentinien, Peru und Brasilien die wichtigsten Ziele.

Vor allem durch die große Aktivität der chilenischen Fluggesellschaft LAN und ihrer Tochtergesellschaften kann der Flughafen ein enormes Repertoire an nationalen und internationalen Zielen aufweisen. Airlines wie Air France oder American Airlines sind zwar auch vertreten, machen aber nur einen kleinen Teil der Flugbewegungen aus.

Der Flughafen selbst verfügt über zwei Start- und Landebahnen, sowie einen großen Terminal. Letzterer soll in den nächsten Jahren umfassenden modernisiert und ausgebaut werden kann, da bereits 2010 die maximale Kapazität des Airports erreicht wurde. Wenn der Bauplan eingehalten wird kann der Arturo Merino Benitez Airport bereits 2014 um die 14 Millionen Menschen abfertigen.
Langfristig plant das Flughafenmanagement die Kapazität schrittweise auf etwa 50 Millionen Passagiere jährlich bis zum Jahr 2045 anzuheben.
Diese enorme Expansion wird durch den stark wachsenden südamerikanischen Flugverkehr und den großen Erfolg der LAN Airlines gestützt.