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Flug Porto (Portugal)

„Distanzierte Liebenswürdigkeit & Edle Tropfen aus dunklen Kellern.“
An der Nordwestküste Portugals, wo der Douro in den Atlantischen Ozean mündet, liegt die zweitgrößte Stadt des Landes mit rund 330.000 Einwohnern. Neben seiner wichtigen Rolle als wirtschaftliche und kulturelle Metropole ist es als Zentrum des Portweinhandels bekannt.

Am Nordufer des Rio Douro liegt das historische Zentrum (port. „Ribeira“) dieser alten Hafenstadt, das 1996 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen wurde. Enge, gewundene Gassen mit dicht aneinander gerückten Häusern aus Granit schmiegen sich terrassenförmig ans Flussufer, Geschäfte und kleine Läden in den Untergeschossen locken tagsüber die Besucher.

Auf dem Hügel „Terreira da Sé“ thront die zweitürmige Kathedrale, erbaut im 12. Jahrhundert und mit prunkvollen Altären im 17. und 18. Jahrhundert vervollkommnet. Im gotischen Kreuzgang sollte man den „Azulejos“ (Kacheln) Beachtung schenken. Im 19. Jahrhundert wurde die Geburtsstadt von Heinrich des Seefahrers zur Hochburg und Wiege des portugiesischen Kapitalismus. Reich verzierte Fassaden von Kontoren und alten Handelshäusern sind Zeugnisse alter Größe, ebenso wie der verschwenderisch mit Gold verzierte „Maurische Saal“ in der Börse („Bolsa“). Hoch aufragend der „Torre dos Clérigos“, prächtig der „Palacio de Cristal“ und das „Castelo do Queijo“.

Wer in Nostalgie schwärmen möchte, sollte mit der Straßenbahnlinie 18 flussabwärts in den noblen Vorort Foz fahren, der besonders am Wochenende Treffpunkt der Nachtschwärmer ist. Avantgardistisch das „Museu de Arte Contemporâne da Fundação Serralves“ (Museum für moderne Kunst), historische Straßenbahnen im „Museu do Carro Eléctrico“ und geigenverhangen die „Casa da Música“. Die alte Eisenbahnbrücke „Maria Pia“ über den Douro ist ein Meisterwerk von Gustave Eiffel aus den Jahren 1876 – 1877, dem Erbauer des Eiffelturms in Paris. Bei all diesen Sehenswürdigkeiten wundert es nicht, dass Porto 2001 „Europäische Kulturhauptstadt“ war.

Über die alte „Doppeldeckerbrücke“ Ponte Dom Luis (von 1881 bis 1886 nach den Plänen von Théophile Seyrig, einem Schüler Gustave Eiffels, erbaut) geht es in den „Solar do Vinho do Porto“ mit der Qual der Wahl unter 200 Sorten Port. Hier am südlichen Flussufer liegen in „Vila Nova de Gaia“ die weltbekannten Kellereien. Ein weiterer Tipp ist der Besuch des Klosters Nossa Senhora do Pilar. Die angesagtesten Geschäfte findet man im Viertel Santa Catarina. Exklusive Designermode, geschmackvolles Kunsthandwerk und hochwertige Lederwaren (empfehlenswert das Viertel Boavista) sind oft viel günstiger als in Deutschland, und wer eine Shoppingpause braucht, sollte bei einem Galão (portugiesischer Milchkaffee) im prächtigen Café Majestic entspannen. Fußball wird großgeschrieben in Porto: Im Stadion „Bessa Século XXI“ spielt der Club Boavista Porto und im „Estádio do Dragão“ der FC Porto.

Wer Sonne, Strand und Meer genießen will, fährt aus Richtung Süden in das Seebad Espinhó mit luxuriösem Casino, an die unberührten Dünen von Miramar oder an die Sandbuchten von Granja. 30 km nördlich von Porto liegt der Badeort Póvoa de Varzim, mit weitläufigem Sandstrand, langer Strandpromenade und Fischereihafen. Wer bei jedem Schlag auf den Atlantik blicken möchte, findet mit dem schönen „Green“ des 9-Loch-Golfplatzes von Miramar ein echtes Juwel. Die 18-Loch-Plätze von Amarante, Estela oder Ponte de Lima liegen ebenfalls in Reichweite.

An der Atlantikküste findet man auch die Salzgärten des Modego im Centro Litoral, wo strahlend weiße Meersalzkristalle handverlesen abgepackt werden. Reizvoll sind ein Bootsausflug auf dem Douro, Touren durch die Weinanbaugebiete oder in das Hinterland mit der Serra da Estrela und in das Naturschutzgebiet Serra da Malcata, bekannt für seinen Honig und den Käse „Queijo da Serra“.