Pisa
„Schiefer Turm & Toskana-Feeling“
Nahe der Mündung des Arno in die Ligurische See im Nordwesten Italiens liegt die 90.000-Einwohner-Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Pisa. In der ganzen Welt kennt man Pisa wegen seines „Campanile“, besser unter dem Namen „Schiefer Turm von Pisa“ bekannt.
Es ist eine Stadt der Wissenschaft und des Geistes: Galileo Galilei machte hier seine Experimente über die Schwerkraft, und über 40.000 Studenten an der herausragenden Universität und an staatlichen Elitehochschulen prägen die Atmosphäre und Lebendigkeit dieser Stadt. Im Mittelalter war Pisa eine der vier Seefahrerrepubliken Italiens (neben Genua, Venedig und Amalfi) und stand in Konkurrenz zu den toskanischen Nachbarrepubliken Lucca, Siena und Florenz.
Es war wirtschaftlich wie kulturell eine treibende Kraft, florierender Handel machte die Stadt reich, bevor sie 1406 ihre Unabhängigkeit an Florenz verlor. Noch heute wird das Stadtbild von den Bauwerken aus weißem Marmor bestimmt, allen voran die Piazza dei Miracoli (Platz der Wunder) mit dem gothischen Dom „Santa Maria Assunta“ aus dem 11. Jahrhundert. Sehenswert der „Camposanto Monumentale“, ein von Kreuzgängen umschlossener Friedhof, das Baptisterium (Taufhaus), die Kirche „Santa Maria della Spina“, die Piazza dei Cavalieri und natürlich der „Torre pendente“. Übrigens ist nicht nur dieser Glockenturm im Pisa geneigt. Da die Stadt auf jungem Schwemmland errichtet wurde, zeigen die meisten Bauwerke eine leichte Schiefstellung. Ein neues Museum, das „Arsenale Mediceo“ zeigt die erst kürzlich entdeckten und restaurierten römischen Galeeren.
Nur wenige hundert Meter von den Touristenattraktionen (teilweise sehr teure Eintrittskarten) zeigt Pisa ein anderes Gesicht: verwinkelte Gassen, urige Trattorias, die im Pisaner Gelb gestrichenen Häuser und die Arno-Brücke „Ponte di Mezzo“, welche der Mittelpunkt der historischen Viertel Santa Maria, San Francesco, Sant’ Antonio und San Martino ist. Am letzten Sonntag im Juni wird das „Gioco del Ponte“ gefeiert, an dem die in historische Kostüme gekleideten Bewohner der nördlich des Arno gelegenen Stadtviertel versuchen, einen schweren Wagen über eben diese Brücke zu schieben, und die südlichen Viertel versuchen, dies zu verhindern.
Eines der schönsten Spektakel ist die „Regatta di San Ranieri“, welche zu Ehren des Schutzpatrons am 17. Juni stattfindet. Ruderregatten auf dem Arno und Prozessionen von herrlich dekorierten Schiffen locken Tausende von Besuchern. Bereits am Vorabend zaubert die „Luminaria di San Ranieri“ die Stadt und den Fluss mit unzähligen Fackeln und Kerzen in ein überwältigendes, simmungsvolles Bild.
Pisa hat auch einen prachtvollen Bahnhof („Pisa Centrale“), der La Spezia, Rom und Florenz in „erfahrbare“ Nähe bringt. Die Küste liegt ca. 10 km entfernt, und die Fahrt dorthin führt vorbei an der Basilika „San Piero a Grado“. Wo sie in ihrer romanischen Bauweise steht, soll der Legende nach Petrus auf seine Reise vom Heiligen Land in Italien gelandet sein. Ein weiteres Highlight ist das mitten im Grünen liegende Kartäuserkloster „Certosa di Pisa“ aus dem Jahre 1366.
Südlich von Pisa liegen lange Strandabschnitte und vereinzelte Buchten (von Tirrenia über Livorno, San Vincenzo, mit Blick auf die Insel Elba bis nach Fonteblanda), wo Sie auf Ihrer Reise durch die Toskana beim Baden entspannen können.
Erleben Sie die über Jahrhunderte von Menschenhand geformte „Kultur-Landschaft“ der Toskana, voller Harmonie und Charme, und lassen Sie sich von Bilderbuchstädten wie Pisa im „Chianti-Land“ verzaubern.
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