Nairobi
„Kosmopolitische Mischung zwischen Busch und Steppe“
Im Süden Kenias, am Fluss Athi, liegt Nairobi, die Hauptstadt des Landes mit knapp 3 Millionen Einwohnern. In der Sprache der Maa nennt man die Stadt „Engare Nyarobie“, was in etwa „kühler Fluss“ bedeutet. Wegen der Höhenlage von ca. 1650 m über dem Meer herrscht ein ausgesprochen angenehmes Klima mit einem Jahresmittel von nur 19 Grad Celsius. Um 1890 wurde Nairobi als britisches Lager für Eisenbahnarbeiter gegründet, von 1899 bis 1905 war es britische Provinzhauptstadt des Protektorats Ostafrika, das von 1920 bis 1963 Kolonie Kenia genannt wurde. Seit der Unabhängigkeit Kenias im Jahre 1963 bis heute ist es eine wichtige Wirtschaftsmetropole und einer der vier Städte weltweit (neben New York, Genf und Wien) mit Bürositz der Vereinten Nationen sowie vieler internationaler Organisationen (z.B.FAO, UNHCR, UNEP, HABITAT usw.). Bedingt durch die britische Kolonialzeit spricht man Englisch und Kiswahili.
Sehenswert ist das Nationalmuseum mit einer umfassenden Sammlung zur afrikanischen Frühgeschichte, das Eisenbahnmuseum, das Nationaltheater, das Parlamentsgebäude, die Nationalbibliothek und der Nairobi Nationalpark, nur 8 km vom Stadtzentrum entfernt. Auf 120 qkm zumeist offener Steppe leben Spitzmaulnashörner, Antilopen, Zebras, Löwen, Gnus und zahlreiche weitere Tierarten.
Einen Abstecher wert ist auch das „Langata Giraffe Center“ im Stadtteil Langata, wo Rothschild-Giraffen in einem ursprünglichen Waldgebiet ihre langen Hälse recken. Im Stadtteil Karen ist das Haus der dänischen Schriftstellerin Karen Blixen, deren Buch „Afrika – dunkel lockende Welt“ als Film unter dem Titel „Jenseits von Afrika“ weltberühmt wurde, heute ein Museum. Für Eisenbahnfreunde lohnt eine Fahrt im renovierten Dampfzug von Nairobi nach Naivasha.
Neben der modernen Innenstadt mit drei Universitäten, zahlreichen Bürohochhäusern, glitzernden Schaufensterauslagen und Niederlassungen von internationalen Unternehmen sowie mondänen Vororten zeigt Nairobi auch eine ganz andere Seite. 60 Prozent der Einwohner Nairobis leben in ca. 200 Slums, wobei alleine im größten Slum Afrikas, Kibera, über 1 Million Menschen ein ärmliches Dasein fristen.
Nairobi ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Safari im Masai Mara oder zu Touren in den Amboseli Park, zum Turkana-See, zu den Teeplantagen Kerichos, zu den Attraktionen des Mount Kenya und zum Victoria-See.
Flughafen Jomo Kenyatta International
Einer der zehn größten afrikanischen Flughäfen ist der Jomo Kenyatta International in Nairobi, Kenia.Aufgrund der geografischen Lage Nairobis ist der Flughafen ein Umschlagplatz für zahlreiche Cargolinien sowie Drehkreuz für nationale und internationale Flüge. Vor allem für afrikanische Ziele gewinnt der Jomo Kenyatta International immer mehr an Bedeutung, da er Städte wie Johannesburg im Süden des Kontinents mit dem Norden und Städten wie Dakar verbindet.
Des Weiteren profitiert der Flughafen vom schnell wachsenden Markt im Nahen Osten, mit dem die Verbindungen zunehmend ausgebaut werden.
Allerdings hat das schnelle Wachstum von ca. zwei auf fast fünf Millionen Passagiere jährlich einen Nachteil: Das Gelände konnte mit dem Wachstum nicht mithalten.
So wurden im Jahr 2006 etwa doppelt so viele Passagiere als die Landebahn und der Terminal ausgelegt waren abgefertigt. Seit dem ist der Jomo Kenyatta International in einer Expansionsphase, die mit einer Kapazität von etwa neun Millionen Passagieren jährlich beendet werden soll.
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